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     Kapitel 1: Die Hatz des Lebens

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    BeitragThema: Kapitel 1: Die Hatz des Lebens   17.06.14 21:26

    K A P I T E L 1
    "Es ist früher Herbst und die Temperaturen sind mit um die 12 bis 15 Grad noch
    gut erträglich. Langsam aber sicher steigt das Niederschlagslevel an, was die bald
    aufkommenden Lachswanderungen ankündigt und alle in eine gewisse Weise zur
    Vorbereitung auf den Winter bringt."


    ________________________________________________________________________


    ________________________________________________________________________

    Ein Muskelspiel stählerner Muskelstränge vollzog sich unter dichtem grauen Pelz, beinahe gänzlich verborgen vor den kurzen Blicken umher ziehender Vögel, oder sonstigem Getier. Das lange Nackenfell, das wiederrum so lang war, dass man es für ein recht ungewöhnliches Merkmal halten konnte, wog leicht in einer zarten Brise. Doch – so musste man es nicht eingestehen, bestand das hünenhafte Tier aus eben jenen ungewöhnlichen Merkmalen. Dazu gehörten auch die grauen Streifen, die sein Genick und den muskulösen Rücken zierten. Und genau das waren sie tatsächlich. Eine Zierde, ein wunderschönes Bild, ineinander gelaufener, dunkler Tränen. Nicht mehr – aber auch nicht weniger. Eine Dekoration fein gesponnener Linien, die irgendwann dort verblassten, wo Gottes Tränen – vielleicht – zuerst getrocknet waren. Vielleicht waren es jedoch auch die Tränen des Teufels, der um seine verlorene Bestie geweint hatte.
    Aufmerksam ohne jede Art von Hektik, streiften dunkle, schwarze Augen die Umgebung, während der Rüde voran Schritt, ohne mehr Lärm zu machen, als notwendig gewesen wäre. Völlige Lautlosigkeit jedoch, war etwas, was ihm durch den gewaltigen Körper, der ein ebenfalls ungewöhnlich hohes Maß erreichte, verwehrt blieb. Und so knirschte hier mal ein Zweig und dort raschelte ein Grashalm, während der Aschekrieger durch das Unterholz schlich. Er hatte kein bestimmtes Ziel. Er schritt nur die Grenze des Gebietes ab, dessen er habhaft zu werden gedachte. Er war das ständige umher ziehen Leid geworden, nun, nachdem alle Jahreszeiten bereits einmal an ihm vorüber gezogen waren. Manche sogar zwei Mal. Es war genug und die Gegend in der er letztendlich angekommen war, war eine schöne. Lange Krallen gruben sich mit jedem Schritt in die weiche Erde. Die Ballen der riesigen Pfoten spürten die Erde unter sich atmet, spürten wie alles lebte, jetzt wo das Leben der Hast ein Ende hatte. Ja, diese wenigen Momente, in denen man von jener Hatz des Lebens abließ und darauf zu achten wagte, wie alles um einen herum seinem regen Treiben nachging, wie ein jeder von ihnen im endlosen Kampf um das Leben.
    Die schwarzen Augen verfolgten einen Vogel, der hektisch im Untergrund stocherte, beinahe panisch nach der nächsten Mahlzeit suchend. Es war, als würde das kleine Tier, dessen Herz tausend mal schneller zu schlagen schien, als das seine, einen Plan verfolgen und sei dabei im Verzug. Vielleicht wartete ja in einem dieser Bäume ein Nest voller Vogelkinder und hungrige Mäuler sie gestopft werden wollten.
    Logbrandur – so der Name des Hünen – schnaubte beinahe abfällig und amüsiert zugleich über diese Tatsache. Gut dass er sich mit so was nicht rumschlagen musste und nur zusehen durfte, wie andere sich mit solch einem Theater abmühten.
    Träge ließ das gewaltige Tier sich am Flußlauf nieder, nachdem es noch einige Schlucke kühlen Wassers zu sich genommen hatte. Ja, er würde hier bleiben. Die Obsidianaugen schlossen sich, weniger aus Müdigkeit, als auch Bequemlichkeit.
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    Tyrha Smýdur

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    BeitragThema: Re: Kapitel 1: Die Hatz des Lebens   17.06.14 22:19

    Stein um Stein ...Schritt um Schritt. Schlanke Pfoten bahnten sich einen holprigen Weg über die rund geschliffenen Kiesel, welche sich um den Fluss wie eine Art Waagschale gelegt hatten. Mit wachen Augen und hörigen Ohren eilten die Schritte der jungen Fähe zu einem schnellen Fortlauf und brachten so den atheistischen Körper der graubraunbunten Wölfin in Bewegung. Ihr Blick hing wie im Wahn auf der plötzlich hektischen Wasseroberfläche, welche von einem großen Fisch durchzogen und schier durchschnitten wurde – mit der Absicht den Fängen der erfolgreichen Fischerin zu entkommen. In schnurgerader Linie eilten graugrüne Schuppen voran und mit einem Riesensatz nun auch die ins Wasser springende Fähe hinterher. Hier, wo das Wasser noch deutlich flacher als im Rest des Flussdeltas war, sollte es der Wölfin mit Namen Tyrha ein leichtes sein, sich ihrem Magen und dem Verstand etwas zu Verdauen zu genehmigen. Sollte. Eigentlich. Hätte, wenn und aber.
    Wie Diamantensplitter zischten Wassertropfen nach oben, als Tyr immer wieder zu Sprüngen auf den Fisch selbst ansetzte, aber jedes Mal daneben schlug. Ein Grollen, so tief sie es nur hervorbringen konnte, entwicht der langsam entnervten Fähe, ehe sie eine Wendung beschrieb, sich wieder außerhalb des Wasser brachte und den Lauf weiter an Land vollzog. Was war denn bloß los heute? Nun auf der anderen Seite des Flusses fetztend, blendete ihr die Sonne derart in die zweifarbigen Seelenspiegel, dass sie beinahe Beute und Ziel aus dem Blick verlor. Mit zusammengekniffenen Augen hechtete sie weiter voran, spannte Muskel und Sehnen ein letztes Mal um zum finalen Sprung anzusetzten und....richtete der Götter Dank ihren Blick für eine Zehntel Sekunde voran. Im letzten Moment offenbarte sich ihr das Hindernis, welches aus eben jenem Rüden bestand, der sich nur Minuten vorher hierher gelegt haben musste. Ein Sprung aus vollem Lauf, untermalt von Wasserfäden die in der Sonne glitzerten als sie den Hünen überwand,  brachte sie sich einige Meter hinter dem Rüden zu Fall und in einer einzigen weiteren, aufwärtsrollenden Bewegung wieder zum Stehen. Hektisch suchte sie nach der Forelle ihrer Begierde.....und fand sie....wie sie gerade in tiefere Gewässer abtauchte und somit für immer verschwand.

    “Zum Teufel noch eins.... Das gibt’s doch nicht!!“

    fluchte sie lauthals und stampfte empört über sich selbst in die hellen Kiesel, sodass eine tiefe Mulde entstand die ihre Pfote zu verschlucken schien. Etwas abgemüht und nun hechelnd, zog sie eben jene Pfote aus dem steinernen Loch und schüttelte diese kurz, ehe sie sich zu dem Fremden wand.

    Himmel! Was ein Riese!

    stellte sie blitzschnell fest und schüttelte schließlich das melierte Fell auf, ehe sie sich über die helle Nase leckte und nun schnurstracks auf den fremden zulief. Ihr Kopf war leicht gesenkt, die Rute waagerecht, die Ohren aufmerksam voran gestellt... sie wollte weder drohen noch unterwerfend wirken.

    “Geht es dir gut? Ich hoffe ich habe dich nicht erwischt! Das tut mir so Leid, ich hab dich einfach nicht gesehen!“

    beteuerte sie ehrlich und blieb eine ganze Wolfslänge vor dem großen Grauen stehen. Erst jetzt konnte sie die hübschen Streifen auf dem Rücken des Rüden erkennen, sowas hatte sie ja noch nie gesehen....Ungewöhnlich.

    “Sag bist du neu hier? Ich hab dich in meinem Revier noch nie gesehen.“

    setzte sie schnell hinterher. Sie war zwar erst einige Zeit hier, doch diese Gebiet hatte sie eigentlich sich selbst unter den Nagel reißen wollen. Wenn der Graue ihr hier jetzt einen Strich durch die Rechnung machen wollte...na Prost-Mahlzeit! Dann würde der Tag doch noch spannender werden als zuerst befürchtet.

    [Anfangspost | zuerst allein, trifft dann auf Brandy | überhopst ihn elegant]

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    BeitragThema: Re: Kapitel 1: Die Hatz des Lebens   17.06.14 22:41

    Logbrandur hatte den Kopf gehoben, sobald das gleichmäßige Plätschern des Wassers um weiche gewordene Kanten flacher Steine, anfing, sich merkwürdig anzuhören. Das gleichmäßige Fließen, war zu einem waschechten Geplanschte herangewachsen, dass immer näher zu kommen drohte. Zu Beginn hatte nur hier und da eines der beiden Ohren gezuckt, irgendwann, hatte er den großen Kopf jedoch angehoben und sich nach dem Quell der Unruhe umgeschaut.
    Was er erblickte hatte, hatte seinen Zügen keine Regung abverlangt, innerlich war er jedoch durchaus ein wenig irritiert. Was machte diese Fähe hier? In einem Revier bitte-danke? Nun, vielleicht war sie ja kurz nach ihm hier angekommen? Anders konnte es ja gar nicht sein, er war sich sicher, dass hier niemand gewesen war, als er angekommen war. Auf der anderen Seite… er hatte sich hauptsächlich im Norden aufgehalten. Vernunft und Stolz seiner Selbst hingen sich sogleich in den Haaren. Vernunft war der offensichtlichen Meinung, er könnte durchaus übersehen haben, dass es hier vielleicht bereits jemanden gab. Stolz dagegen war überzeugt dass er keine Fehler machte. Logbrandur sah vor seinem inneren Auge wie Stolz Vernunft eins überbriet und Vernunft im Fluss absoff.
    Er machte keine Fehler.
    Kaum dass sein Inneres dieses Streitgespräch überwunden hatte, musste der Hüne schon reagieren und den Kopf einziehen, denn im letzten Moment, eines verzweifelten Versuchs einen Fisch zu fangen, war die Fähe auf ihn zugesetzt und machte einen Sprung über den Berg aus Knochen und Muskeln, der ihn darstellte. Wasser regnete von den nassen Pfoten auf seinen Nacken und bescherte ihm ein Gefühl des Unwohlseins. Er mochte es nicht wenn sein Rücken oder sein Nacken nass wurden. Pfoten okay, Beine auch… Bauch wenn‘s sein musste und alles darüber hatte trocken zu bleiben.
    Argwöhnisch und aus zu Schlitzen verengten Augen beobachtete Logbrandur wie die Fähe fluchte und mit der Pfote aufstampfte, als sei sie ein garstiger Welpe, der seinen Willen nicht bekam. Danach trat sie auf ihn zu  und musterte ihn sichtlich - Ja Schätzchen. Ich bin groß. schoss es ihm sarkastisch durch den Kopf, einfach weil es eine sehr typische Reaktion auf seine Gestalt war.
    Das, was im Canidengesicht einer Augenbraue am nächsten kam, hob sich leicht skeptisch, als sie ihn fragte, ob sie ihn erwischt hätte.

    Du wüsstest, wenn du mich erwischt hättest.

    Dann würde er nämlich längst nicht so entspannt hier liegen, sondern hätte ihr gezeigt was er davon hielt, wenn man über ihn hüpfte.  Aber sie hatte ihn nicht berührt, also blieb der massige Körper dort, wo er war im Kies liegen.

    Dein… Revier?

    Fragte der Rüde und seinem Tonfall war anzuhören,  was er von dieser Formulierung hielt. Sie würden schon sehen wessen Revier das hier war.
    Vernunft hob röchelnd – halb ersoffen – einen Arm und wollte wohl anmerken, dass es ja vielleicht ihr Revier war… doch Stolz trat diesen teil zurück in die Fluten aus denen er gekrochen war. Selbst wenn – dann nahm er es sich halt mit Gewalt.
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    Tyrha Smýdur

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    BeitragThema: Re: Kapitel 1: Die Hatz des Lebens   17.06.14 23:41

    Der Kopf der Melierten zog sich ruckartig zurück und die Schultern strafften sich, als ihr die dunkle Stimme entgegen raunte. Was sollte das denn heißen? Schien ja sehr von sich überzeugt zu sein, der Gute. Und so richtig freundlich schien der Fremde auch nicht zu sein....Tyr entfleuchte ein etwas zu fröhliches.....

    “Ach?“

    …..ehe sie sich setzte und die Rute über den Boden wedeln ließ. Ihr Herz pochte ihr ob der soeben leider nicht vollendeten Jagd noch bis zum Halse und ihr Atem schien noch denselben hektischen Takt zu beschreiben. Nur kaum merklich ließ sie ihren Kopf zur Seite fallen, ehe sie weitersprach und ihre Mimik nun deutlich festere Züge annahm – ebenso wie ihre Stimme, welche trotz dessen noch immer so schön weiblich-melodisch klang wie zuvor.

    “Ja, mein Revier. Ist das deiner Nase entgangen? Ich habe hier am Flussdelta und an einigen Teilen dieser Wildhügel etwas weiter im Nordwesten meine Duftmarken gesetzt. Ich will dieses Gebiet und den Teil weiter nördlich unter meine Tatzen bringen. Ich habe mein ansässiges Rudel vor einiger Zeit verlassen und suche nun nach Mitstreitern die das selbe Schicksal teilen. Die auch einen Neuanfang suchen.“

    Warum sie sich doch so übertrieben inbrünstig für diese doch recht einfache Situation erklärte, war Tyrha selbst nicht ganz klar. Ihr war nur sicher: entweder hatte der Rüde zu verschwinden, oder sich ihr anzuschließen. Ein lapidares aneinander vorbeileben war für die doch sehr revierbedachte und somit sicherheitsliebende Fähe nichts. Und würde es auch nie werden. Sie hatte keine Lust, die Arbeit der letzten Monde einfach in den Wind zu schießen, nur weil ihr so ein graues Hindernis den Weg uneben machen wollte. Als ihr dieser Sachverhalt im Unterbewusstsein klar wurde, katapultierte sich das Hinterteil der hübschen Fähe wieder empor und brachte sie zum stehen. Ihre Miene wurde noch etwas ernster und Anspannung ließ ihr das kurze Nackenfell emporgleiten. Dennoch blieb ihre Stimme verhältnismäßig ruhig. Sie hatte ihre Gründe.

    “Ich arbeite seit Monden daran hier eine Existenz aufzubauen. Zwei Fähen und einen schwächlichen Rüden musste ich schon verjagen, weil diese Vollidioten nicht mal ansatzweise für ein Rudel geeignet waren, kurz vorm verrecken und völlig verfloht waren oder gejagt haben wie die Verrückten, nur um hier das Gleichgewicht durcheinander zu bringen und ihren Spaß zu haben.“

    In ihrem Herzen bebte es. Zu gespannt war sie, wie der Fremde reagieren würde, zu verärgert über die Leichtsinnigkeit der bereits Vertriebenen, die ihr immer wieder Übelkeit in der Magengegend verursachten.

    “Mein Name ist Tyrha Smýdur. Ich lebe hier. Ja ich bin allein. Nein ich suche keinen Streit. Ich suche Freunde oder jene die so denken wie ich. Wer das nicht tut, muss gehen.“

    Direktheit war eine ihrer....Vorzüge? Nachteile? Darüber war Tyr sich manchmal nicht ganz so sicher. Mit noch immer erhobener Nackenbürste schritt sie einige Meter von dem Rüden zurück und hob nun die Rute. Sie machte ihre derweil herrschende Dominanz klar.....und wartete nun wie der Hüne reagierte. Würde sein erster Eindruck nicht so unheimlich einschüchternd wirken, hätte Tyr vielleicht gar nicht so viele Worte aufkommen lassen. Sich nicht so erklärt, wie es eigentlich für sie üblich war – aber ihr schien es die Mühe Wert zu sein.
    Das sich am anderen Flussufer eine alte Bärin näherte fiel ihr erst im letzten Moment auf – ein Zucken durchfuhr ihren Leib, als sie in das weit aufgerissene Maul blickte. Silbern erblindete Augen suchten ziellos durch die Gegend. Irgendetwas stimmte mit ihr nicht. Altersleiden? Krankheit? Durch die Blindheit verursachter Wahn? Die Fähe schluckte, als die großen Tatzen das Wasser durchschritten.

    [mit Brandy am Flussufer | rechtfertigt sich | und erschrickt fast zu Tode]

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    BeitragThema: Re: Kapitel 1: Die Hatz des Lebens   18.06.14 6:44

    Logbrandur lauschte ihrem Vortrag, welcher sich in zwei Teile, getrennt von einer kurzen Kunstpause, gliedern ließ. Und er lauschte weiterhin ohne eine Regung seiner Mimik und auch sein Körper blieb währenddessen reglos.
    Gut. Sie wollte dieses Revier für sich. Und doch nicht gut. Eigentlich sogar ziemlich schlecht für sie. Denn er würde sich nicht so einfach vertreiben lassen. Schön und gut wenn sie zwei Fähen und einen schwächeren Rüden hatte verjagen können, doch bei ihm würde das nicht so einfach werden und es stand derweil ich nicht in seinem Sinne, sich einer kleinen Fähe anzuschließen, die wohl etwas zu viel Selbstbewusstsein gefrühstückt hatte.
    Logbrandur war nicht überheblich, auch wenn man das vielleicht glauben mochte. Er wusste nur um die Vorteile, die er hatte. Er wusste um seine Stärken, war sich seiner Schwächen jedoch durchaus bewusst. Ersteres wusste er zu untermalen, letzteres auszugleichen. Und genau so entstand das Bild der Überheblichkeit, dass man nur all zu schnell von ihm erwarb.
    Gut, vielleicht war er auch manchmal ein wenig selbstverherrlichend, was sein Aussehen betraf, aber er konnte es sich auch erlauben.
    Diesmal erhob der Hüne sich in einer fließenden Bewegung, welche man bei einem wuchtigen Tier wie ihm, erstmals nicht vermuten konnte. Und nun sah er auf die Fähe hinab, die sich ebenfalls erhoben und als Tyrha vorgestellt hatte.
    Als der Graue seine Stimme erhob, war sie tief aber noch immer ruhig und genauso fest, wie die der Fähe.

    Ich habe aber kein Interesse mich dir anzuschließen. Und jetzt? Möchtest du versuchen mich zu verteiben? Gut. Versuch’s. Aber ich gehöre nicht zu diesen verflohten geschwächten Biestern, mit denen du es bisher zu tun hattest Tyrha Smýdur.
    Und noch etwas. Meiner Nase entgeht nie etwas. Ich bin schon länger im Norden – den du für dich beanspruchen willst – unterwegs. Und das scheint dir wohl genauso entgangen zu sein.


    Diesmal legte sich ein fieses, wölfisches Grinsen auf seine Lefzen, zog sie ein Stück zurück und offenbarte kurz die zwei Reihen weißer, dolchartiger Zähne. Noch war es keine Drohung – doch einer Warnung kam es nah.
    Sie sollten jedoch nicht dazu kommen, das auszudiskutieren, denn es war ein erneutes Platschen zu hören, das Logbrandurs Kopf in die Höhe schnellen ließ. Als er die Bärin erblickte, blieb sein Körper wieder reglos, doch er spannte sich wie eine Bogensehne – bereit sofort zu reagieren, sollte er nötig werden.
    Als die Furcht verteilt worden war, war Logbrandur wohl gerade beim Säugen gewesen. Jene war ihm jedenfalls ziemlich gänzlich abhanden gekommen. Genau wie die Hemmschwelle, zu zu beissen. Dafür hatte er ja Vernunft… die ja eben im Fluss abgesoffen war. Viel hätte nicht gefehlt und der Rüde hätte sich suchend im Fluss nach ihr umgesehen um sie nach Rat fragen zu können. Allerdings war er sich dessen durchaus bewusst, dass dieses Schauspiel nur in seinem Kopf stattgefunden hatte.
    Es war ein tiefes Grollen, dass seinen Körper verließ, als die Bärin immer näher kam. Und das Grollen passte zu seinem Körper. Alles daran schrie ‚groß‘ und das würde auch der Bärin nicht verborgen blieben. Tief und laut rollte der Laut aus seiner Kehle. Die Bärin mochte blind sein, doch taub war sie vielleicht nicht. Und vielleicht war sie auch nicht so dumm, sich mit etwas anzulegen, dass bedrohlich genug klang. Natürlich war es ein gefährliches Spiel. Logbrandur war sich dessen bewusst, dass es auch den gegenteiligen Effekt haben konnte. Aber er hätte nicht so reagiert, wäre er nicht bereit gewesen, genau das in Kauf zu nehmen. Sollte die Bärin nur kommen und versuchen ihn dem Erdboden gleich zu machen. Er würde sie vertreiben – oder wenn nötig töten. Die Blindheit, würde ihm Letzteres hoffentlich ermöglichen. Analytisch huschten die schwarzen Augen bereits über den Körper des anderen Raubtieres. Suchten nach Schwachstellen und allem, was er zu einem Vorteil für sich machen konnte.

    [Macht Tyrha klar was er davon hält sich ihr anzuschließen | stellt sich nicht vor | grollt die Bärin an]
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    Tyrha Smýdur

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    BeitragThema: Re: Kapitel 1: Die Hatz des Lebens   18.06.14 22:58

    Den Blick zwischen dem braunen Ungetüm und dem schwarzgrauen Hünen neben sich hin und her werfend, lauschte die Fähe den ziemlich rauen Worten des Rüden. Ihre Muskeln tanzten unter dem seidigen, aber zu dieser Jahreszeit noch recht kurzen Fell, während sie von einer Stelle auf die nächste trat - fast so als wolle sie die nötige Betriebswärme ihrer Muskeln zu keiner Zeit absinken lassen, geschweige denn aufs Spiel setzen. Ihre Ohren spielten ebenso aufmerksam hin und her wie ihr Augenpaar - blieben aber nun, da sich die Bärin immer weiter und nun deutlich torkelnd näherte, immer länger an dem größeren Predator hängen. Fast beiläufig führte sie die Diskussion, welche soeben mit der Antwort des Fremden entbrannt war, weiter. Dann schüttelte sie den Kopf.

    “War mir irgendwie schon klar, das du nicht einer dieser Mitläufer bist die zu allem ja und Amen sagen. Und ich soll´s versuchen dich zu vertreiben? Sag mir, Hüne, wie soll ich das deiner Meinung nach anstellen? Ich bin wendiger als du, ja. Vielleicht schneller. Eventuell ausdauernder. Aber ich habe ehrlich gesagt keine Lust, dich mit Zähnen und Klauen davon zu überzeugen, das es sich lohnen könnte, wenn zwei Klargeister zusammenwirken!“

    Binnen Sekunden hatte Tyr abgewägt, wie wenig sinnvoll es wäre, sich den Fremden zum Feind zu machen – und sie vorteilhaft es wäre, ihn als Freund oder zumindest Verbündeten anzusehen. Mit einem Schmunzeln auf den Lefzen, schritt sie zurück um der Bärin mehr Handlungsraum zu gewähren und ihr somit aus dem Radius ihrer Pranke zu entgehen.

    “Ich weiß wann ich einen stillen Widerstand führen sollte.“

    ...fletschte sie und zeigte somit ihre Zähne bis hin zu den verzackten Backenzähnen. Darauf folgend schloss ein herzlich ehrliches Lächeln die Zahnreihen wieder abrupt und ließ ein beinahe etwas zu zartes Lächeln übrig. Die Fähe hatte nicht vor, diesen Hünen wie üblich herauszufordern. Ganz im Gegenteil. Würde sie ihm eben so lange auf den Senkel gehen, bis er sich selbst dazu entscheiden würde, zu gehen. Oder was auch immer. Für Tyr eine längst beschlossene Sache. Das sie sich insgeheim eingestehen musste, den Rüden als durchaus attraktiv zu erachten, passte der Bunten allerdings eher weniger. Um darüber nachzudenken blieb ihr momentan jedoch wenig Zeit.

    “Lass uns das später besprechen, ja?“

    ...lenkte sie ein. Ihre Stimme nahm einen ernsten Unterton an. Ein Schnauben folgte und mit einigen wenigen Sprüngen brachte sich die Wölfin hinter die Bärin. Ein Grollen folgte und mit ein, nein zwei gezielten Zwicken in ihre viel zu dürren Waden versuchte sie die Aufmerksamkeit der Blinden auf sich zu lenken, so dass diese nicht weiter in Richtung des Fremden lief. Ein Kläffen folgte, ihre Ohren schossen nach vorne, die Rute hoch über ihren Rücken. Es war nicht ihr Begehr´das auch nur einem der Beteiligten etwas geschah, dennoch wusste sie instinktiv, die Ursidae war krank. Todkrank. Und der Biss in ihr Fell verbreitete der Fähe einen derart säuerlich, abartigen Geschmack im Maul, das sie würgen musste und sich ihr eigenes Fell von Rute bis Schultern sträubte. Tränen stiegen ihr vor lauter Ekel und Trauer über diesen erbärmlichen Zustand in die Augen und hilfesuchend blickte sie zu dem Dunklen, ehe sie mit dem Kopf zu der Bärin deutete.

    “Asch´wolf, mit ihr stimmt etwas nicht.“

    Würde der Fremde genug vom allgemeinen Gefüge und dem Ausgleich der Hierarchien, des allgemeinen Gleichgewichtiges verstehen? Oder war nur Tyr so verantwortungsvoll erzogen worden? Mit einem Schlucken erwartete sie die Reaktion. Nein....wenigstens eine Reaktion.

    [lenkt ein und ab | beschäftigt sich mit der Bärin| erwartet eine Stellungnahme]

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    BeitragThema: Re: Kapitel 1: Die Hatz des Lebens   19.06.14 13:25

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    BeitragThema: Re: Kapitel 1: Die Hatz des Lebens   19.06.14 13:43

    Missgünstig wurden die dunklen Augen verengt und beobachteten die Fähe, beobachteten jede ihrer noch so kleinen Bewegungen. Was sie da sagte, ließ ihn kurz erwidernd die Zähne blecken. Das Lächeln war zu sanft, zu weich und auch wenn man hätte glauben können, auch sein Hirn bestünde nur aus Muskelmasse, so war er nicht dumm. Irgendwas heckte dieses Biest mit dem wunderhübschen melierten bunten Fell aus und es würde ihm nicht gefallen.
    Wendiger? Definitiv. Schneller? Vielleicht. Ausdauernder? Träum weiter. Seine Muskeln waren darauf trainiert, das Gewicht seines Körpers lange vorwärts zu tragen. Über weite Ebenen, doch auch problemlos durch dichtes Gestrüpp, dass er notfalls mit Kraft durchbrach wie ein Fisch die Wasseroberfläche, wenn er hindurch brach. Über die Kraft brauchten sie nicht zu reden. Das waren sie sich offenbar einig.
    Ein stiller Widerstand? Konnte die Sache nicht ohne Widerstand von statten gehen und sie sich einfach verkrümeln? Nein offenbar nicht. Und ein Teil von ihm, konnte das auch gut nachvollziehen. Es war einfach schön hier.

    Leicht weiteten sich die Obsidianaugen, als die Fähe sich hinter der Bärin postierte und ihre Aufmerksamkeit auf sich zog. War die denn total verrückt? Oder sollte das Mut darstellen? Mumm hatte sie jedenfalls.
    Das Licht fiel so ins Gesicht, dass der leichte Unterschied zwischen Iriden und Pupillen zu sehen war. Einen Funken dunkler waren letztere nämlich doch noch, was jedoch nur in direktem Lichteinfall zu sehen war.
    Das glänzende Fell der Fähe sträubte sich, als sie die Bärin erneut in die Flanke zwickte. Angewidert verzog sie die Lefzen. Etwas stimmte nicht mit ihr? Also kein Altersleiden, sondern eine Krankheit. Krankheiten konnten sich schnell verbreiten. Man steckte sich an. Auch Tiere verschiedener Rassen konnten sich untereinander anstecken. Nicht immer, aber es war möglich.

    Dann geh weg von ihr!

    kläffte der Hüne im Affekt, als ihm diese Tatsache bewusst wurde. Gut – damit wäre klar, dass er der Fähe schon mal keine Krankheit an den Hals wünschte. Etwas hektischer als zuvor sah er sich um und sein Blick verharrte auf einer Stelle an der sich die Flüsse überschnitten.
    Fest stand - sie mussten die Bärin loswerden und sie nach Möglichkeit schmerzlos von ihrem Leid erlösen. Oder – mit so wenig Qualen wie möglich. Und zwar ohne sich anzustecken. Logbrandur setzte nach vorn und warf seinen massigen Körper gegen den der Bärin.
    Just in diesem Moment schien sich das Wetter dazu zu entscheiden, ihm das Leben mal wieder schwerer zu machen. Eine unheilvolle Stimmung zog sich über das Land und Brandur hoffte, es möge schnell von dannen ziehen.
    Er würde die Bärin ins tiefe Wasser locken und hoffen, dass sie zu schwach war, um sich lange oben zu halten. Oder dass das Schwimmen sie genug ermüdete, damit sie absoff… Genau wie seine Vernunft – denn diese Aktion war ganz sicher nicht auf ihrem Mist gewachsen.
    Die Bärin hatte ihre Aufmerksamkeit wieder auf ihn gelenkt und so ging er langsam, rückwärts in Richtung Schnittstelle der Flüsse. Dort wo das Wasser so tief war, dass selbst ein ausgewachsener Bär hätte tauchen müssen um den Boden zu erreichen.

    [Flussdelta mit Tyr | lenkt die Aufmerksamkeit auf sich um die Bärin ins tiefe Wasser zu locken | windet sich um eine Stellungnahme herum]
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    BeitragThema: Re: Kapitel 1: Die Hatz des Lebens   19.06.14 19:15

    Als der Hüne zurückraunte, zuckte Tyr kurz zusammen. Huch....mit solch einem verbalen Ausbruch hatte sie jetzt irgendwie nicht gerechnet. Bislang war der Fremde sehr ruhig und gelassen geblieben, ein Zustand den die Bunte bis dato nur von wenigen Wölfen kannte – bisweilen aber sehr schätzte. Auch wenn seine Reaktion in diesem Moment völlig angemessen war, war es für die Fähe ein Zeichen dafür, dass der Asch´wolf doch zu etwas mehr im Stande war, als seriös zu wirken. Wobei...hatte sie das überhaupt angezweifelt? Innerlich schüttelte sie ihr Haupt. Nein. Er machte einen durch und durch geklärten Eindruck – und irgendwie fühlte sie sich in seiner Gegenwart sicher. Sicherer als sie sich vielleicht fühlen würde, wenn sie dem braunen Ungetüm alleine entgegen gestanden hätte. Obwohl auch dies klar schien – die Caniden würden wohl immer zusammenhalten. Zumindest in ihrem Weltbild. Se hatte eine ganze Weile ihre Gedanken an diese Feststellungen und Behauptungen verschwendet, war dabei an der Bärin vorbei zu dem Hünen gelaufen, hatte ihn in seinem Vorhaben, sie wohl ins Wasser zu locken, unterstützt so gut es ihr möglich war.
    Erst das Prasseln des Regens ließ sie sich wieder vollends auf die hiesige Situation konzentrieren. Die Intensität des Niederschlags sorgte dafür, dass ihr vorher noch seidiges Fell nun in gebündelten, feuchten Strähnen auf ihrem Leib lag und sich mit jeder Bewegung zu neuen Strängen formte. Sie vergeudete keine Zeit, sich dieses Feuchtigkeit aus dem Fell zu werfen, zu sehr pochte ihr das Herz, als sie immer wieder in die hellen Augen der Ursi sah. Sie konnte es kaum mit ansehen, wie die Bärin vor sich hin wankte, immer wieder versuchte nach den Wolfleibern zu greifen und ihr der Geier mit jenem Brüllen erneut aus dem Maul trat. Egal was oder wer sie plagte, es hatte sie wahnsinnig gemacht. Wahnsinnig genug, in ihrem Zustand nun dem Hünen zu folgten, der sich immer weiter in die Fluten begab.
    Mit besorgtem Blick verfolgte sie das Schauspiel, wagte es jedoch nicht, den Beiden zu folgen. Mit tiefem Wasser hatte die junge Wölfin noch nie Erfahrungen machen müssen. Das sie Schwimmen konnte, wusste sie irgendwie – so gut wie jedes Tier konnte es. Aber ausprobieren wollte sie es deshalb noch lange nicht. Schon gar nicht, wo der Hüne so oder so die Führungspostion in diesem Sachverhalt übernommen hatte.
    Ihn weiter mit Gekläffe und Gejaule entgegen der Bärin unterstützend, behielt Tyr mit wachsamen Augen und Ohren die Umgebung unter Beobachtung. Der vorhin so plötzlich einsetzende Regen hatte binnen weniger Minuten den Fluss anschwellen lassen und allerlei Treibgut von den Flussrändern mit sich genommen. Hier und da trieben kleinere Äste durch das Gewässer, welches zwar plätschernd, aber noch nicht tosend daher floss und eine Art Reinigung vollziehen zu schien. Eine irgendwie treffende Beschreibung, für die herrschende Situation. Mit wild schlagender Rute und nun triefend nassem Fell, galt nun ihr Kläffen plötzlich nicht mehr der Bärin, sondern dem Hünen in tiefen Wasser.

    “Pass auf!“

    heulte sie kurz, als ihr die Pranke gefährlich nahe an den Aschwolf gelangte. Ihre Rute wurde stocksteif und ein tiefes Grollen folgte. Noch immer pochte ihr Herz bis zum Halse....Adrenalin schoss ihr durch Herz und Venen – klärte ihr Hirn und die Sicht, welche sich nun auf einen herantreibenden Baumstamm heftete.

    “Da kommt gleich Treibgut!“

    schrie sie hinterher, gegen das Singen des Wassers, die Sirenenklänge der Bärin und den Tenor des Hünen. Schnell wechselte ihr Blick zwischen dem Tenorsänger und dem Baumstamm hin und her, blieb dann jedoch an dem Treibgut hängen. Etwas krallte sich doch daran fest? Mit verengten Augenschlitzen und vom Regen getrübter Sicht, versuchte Tyr auszumachen, was das war ..und hätte ihr bald den Boden unter den Füßen weggerissen. Ein weiterer Wolf! Ihre Blicke trafen sich...und verloren sich zugleich, weil der oder die Fremde wegsah und vom dem Baumstamm abließ. Mit Absicht! Was sollte das denn? Wollte der Wolf sich etwa...umbringen? Ohne weiter nachzudenken riss es Tyr nun vom aktuellen Standort hinfort. Mit einem Riesensatz katapultierte sich die Bunte in die Fluten, beinahe zielgenau neben den karamellfarbenen Wolfsleib, welcher gerade unter zu gehen drohte. Ein beherzter Griff mit den Zahnreihen in irgendeine fellige Stelle unterband dies jedoch. Drei, vier Schläge mit den Pfoten später, fand die Bunte wieder Halt mit den Pfoten und zog sich und den Zuckerklotz neben sich an Land.

    “Geht dir gut?“

    fragte sie direkt, ohne die Fähe vor sich zu Wort kommen zu lassen. Sofort schlug ihr Blick zu dem Hünen...was war denn bloß los heute? Gewitterwolken türmten, Blitze durchschlugen den Tag.
    Es sollte wohl der Beginn von etwas Neuem sein.

    [hilft Brandy soweit sie kann | behaält dann Umgebung und Fluten im Auge | entdeckt dann Styggy in den Fluten und rettet sie doch]

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    BeitragThema: Re: Kapitel 1: Die Hatz des Lebens   19.06.14 19:40

    Das Unwetter hatte die Unscheinbare überrascht. Hatte sie panisch nach Schutz suchen lassen. Zwischen den Ästen der umgestürzten Bäume hatte sie jede gefunden und wollte hier verharren. Grollen und Heulen hatten sie ermahnt bloß nicht weiter Flussabwärts zu gehen. Sie hatte kein Interesse daran Artgenossen kennen zu lernen. Sie hatte sich für ein Leben in Einsamkeit entschieden und war damit mehr als zufrieden. So brachte sie niemanden in Gefahr und riskierte weder ihr Leben noch das Anderer. Zusammengekauert harrte sie unter den Bäumen aus. Doch was die Karamellfarbene nicht ahnen konnte war, dass der Fluss schnell und bedrohlich ansteigen würde. Es dauerte nicht lange und schon trieb sie im Wasser vor sich hin. Verzweifelt krallte sie sich an den Baumstamm.

    Das Grollen und Heulen der Anderen kam näher. Panisch wurde ihr Griff um den Stamm fester. Doch was war das. Sie konnte sehen, dass einer der beiden Wölfe sie entdeckte. Hastig wandte sie den Blick ab. Wollte nicht entdeckt werden. Sie wollte nicht in ihre Nähe kommen und dann, sie wusste sich nicht anders zu helfen, ließ sie einfach los. Beschloss sich von den Fluten treiben zu lassen. Wenn sie sterben würde, dann wäre es auch nicht so schlimm. Sie hing nicht besonders an ihrem Leben und war gleichermaßen überrascht und erzürnt, dass die Bunte, die sie zuvor ausgemacht hatte, aus den Fluten zerrte.

    Klatschnass blickte sie von der Bunten mit den verwirrenden Augen hinauf in den Himmel der Veränderung verhieß und ging in eine geduckte Haltung. Sie brachte langsam Abstand zwischen sich und die andere Fähe. Panisch blickte sie zwischen den Wölfen und der Bärin hin und her. Sie wollte sich nicht einmischen. Hatte nicht da Bedürfnis zu helfen und antwortete auch nicht auf die Frage der Fähe.

    Sie gewann noch ein wenig mehr Abstand zwischen sich und der Fremden und fletschte ihre Zähne.

    “Ich habe dich nicht um deine Hilfe gebeten Paradisvogel. Wenn Nijörd mich bei sich haben will, obliegt es nicht deinem Willen mich aus seinen Armen zu reißen!“

    kam es wütend aus ihrem Fang ehe ein erneutes Aufjaulen der Bärin sie zusammen fahren ließ. Das hier war nichts für sie. Nein ganz und gar nicht. Winselnd kniff sie die Rute ein und ging nun mehr in eine unterwerfende Haltung über.

    [will sich verstecken, will nicht gerettet werden und ist Tyr nicht gerade dankbar]

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    BeitragThema: Re: Kapitel 1: Die Hatz des Lebens   19.06.14 20:51

    Die Bärin folgte Logbrandur in die Tiefen des Gewässers, das unterm prasselnden Regen bereits langsam anschwoll. Der Lauf des Wassers wurde schneller, war jedoch noch ein gutes Stück davon entfernt zu einem tosenden Strom zu werden, der ihn hätte mitreißen können.
    Das Wasser wurde tiefer, doch die Bärin folgte, beharrlich wankend. Er achtete kaum noch auf seine Mitstreiterin, war völlig in seine selbst auferlegte Aufgabe vertieft, dieses Ungetüm los zu werden. Dann war es so wird und Brandur verlor den Halt unter den Pfoten, wandte der Bärin den Rücken zu und schwamm ein Stück voran. Sie folgte weiter.
    Tyrha kläffte irgendwas vom Ufer her und der Graue schaffte es so gerade noch einem Prankenhieb der Bärin zu entgehen. Er konnte spüren, wie ihre hektische Bewegung das Wasser in seiner Nähe in Aufruhr versetzte. Japsend schwamm der Hüne weiter, manövrierte seinen Leib durch die Fluten. Angewidert stellte er fest, dass sein Rücken nass geworden war. Sein dichter grauer Pelz hatte sich mit Wasser vollgesogen und erschwerte ihm das Schwimmen, zog ihn in die Tiefe.
    Die Bärin gab ein Brüllen von sich, als ihr bewusst wurde, dass sie den Halt verlor und ihre Glieder von den Anstrengungen schwer wurden.
    Wieder kläffte die Bunte etwas und Logbrandur riss erschrocken die Augen auf, als das Treibgut auf ihn zu kam. Die Karamellwöfin hatte er schon nicht mehr gesehen, da erwischte ihn der Stamm an der Schulter. Ein Schmerz zog durch seinen Körper, während er versuchte, es wenigstens für sich zu nutzen und sich festzuhalten. Die Läufe über das Holz geworfen, trat er mit einem Hinterlauf nach der Bärin, die in einem letzten verzweifelten Versuch, nach ihm schlug.
    Das Treibgut schwamm sicher auf dem Wasser, bis er ein kleines Stück abwärts bereits wieder in flachere Gefilde kam und sich ans Land zog. Endlich wieder festen Boden unter den Füßen, musste der Rüde sich doch erst einmal hinlegen und nach Luft schnappen – Luft die nicht von Wassertropfen durchsetzt hätte sein sollen, doch der Regen war ungemein stark geworden und füllte auch die Luft mit Wasser. Überall Wasser verdammt.
    Nun ohnehin durchnässt und ohne eine Chance zu trocknen raffte Brandur seine Körper wieder hoch und die Obsidianaugen suchten kurz nach Tyrha – die sich gerade mit einer Wölfin beschäftigte. Die braune Wölfin schien durchaus ungehalten und der Graue blieb erst einmal an Ort und Stelle stehen. Komisch. Unentschlossenheit bezüglich Entscheidungen war eigentlich keine Sache über die er sich sonst Sorgen machen musste. Sollte er gehen und die Beiden sich selbst überlassen bis sie einander tot gebissen hatten? Weniger Probleme für ihn! Denn er hatte noch immer dieses sanfte, verdächtige Lächeln im Hinterkopf, dass die Bunte ihm zugeworfen hatte, mit den Worten sie würde stillen Widerstand führen.
    Ach verflucht nochmal! Er hatte ihr doch jetzt nicht mit der Bärin geholfen, damit sie sich nun mit einer anderen Fähe prügelte! Eine Pfote vor die andere setzend, langsam und keineswegs eilig, folgte er dem Fluss zurück zu dem Punkt, an dem er ins Wasser gegangen war. Kurz stand er so, als würde er zwischen den Stühlen stehen, als wisse er nicht, auf welche Seite er sich schlagen sollte, dann aber trat er an Tyrhas Seite, leicht hinter sie, als wolle er nicht an vorderster Front stehen, aber eben seinen Standpunkt ausdrücken.

    Dass das bloß nicht zur Gewohnheit wird… Bei Fenrir – was für ein beschhhhheidener Tag….

    [kämpft mit der Bärin im Wasser | treibt ein Stück Fluss abwärts | kommt zu den Fähen zurück]
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    BeitragThema: Re: Kapitel 1: Die Hatz des Lebens   19.06.14 21:48

    Als die Fremde schließlich das Wort ergriff, rauschten die Ohren der Bunten nach vorne. Sie hörte ihr vorerst aufmerksam zu, schmiss die Lauscher aber beiseite, als sie den Sinn dahinter verstanden und in sich aufgenommen hatte. Die herrschende Gestikulierung und die recht aufmüpfische Mimik ließ das ohnehin von Adrenalin durchpumpte Herz der Fähe bald zerbersten. Ein stechender Schmerz, wohl ob ihrer direkten und für sie nicht nachvollziehbaren Worte, durchfuhr Leib und Geist und ließ die Emotionen in ihr vollends aufbrodeln. Noch hielt sie sich zurück...sie wollte sie wenigstens zu Ende sprechen lassen. Erst als auch sie das letzte Brüllen der Bärin vernahm und von Weitem sah, wie sich der Aschewolf an Land und langsam zu ihnen herüber begab, lenkte sie ihren Blick wieder auf den der Karamellwölfin. Diese hatte derweil eine weniger dominate Haltung eingenommen und lag sogar ansatzweise demütig vor der Fähe, die sie als Paradisogel beschimpft hatte.

    “Sag mal, hackt es bei dir Krähenstiche????“

    donnerte sie ohne eine Pause zu nehmen, entgegen der Fähe auf dem Boden.

    “Is´mir scheißegal, ob du hier den dicken Fisch mimen wolltest, nur um hier die große Seefahrt abzuhalten! Solange du in meine Reichweite und somit in meinen Verantwortungsbereich kommst, nehme ich es mir heraus, dafür nicht auch noch nen halbherzigen Einlauf von dir zu kassieren! Was glaubst du eigentlich wo du hier bist? Wenn du dich umbringen willst, tus alleine, irgendwo außerhalb meines Reviers! Und komm ja nicht auf die Idee mir jetzt was von – kann dir doch egal sein – zu erzählen!“

    sich völlig in Rage redend ob dieser zügellosen Frechheit und Unmanierlichkeit, schnaubte Tyr schlussendlich und schüttelte den Kopf. Ein Knurren folgte um nicht noch weitere Worte an dieses Häufchen Elend zu verlieren, welches sie gerade anscheinend bedauerlicherweise gerettet hatte. Noch Sätze vor sich hin zischend und murmelnd beschritt sie eine kurze Strecke hin und zurück, kam aus dem Kopfschütteln noch immer nicht heraus und knallte immer wieder die Kiefer aufeinander. Was dachte sich diese blöde Ziege eigentlich? Tyr war....geschwommen! Wie ein weiterer Blitz traf sie diese Erkenntnis und stocksteif stehen bleibend, stahl sich ein Gesichtsausdruck der völligen Gesichtsentgleitung auf ihre Züge...sie ...war wirklich geschwommen!

    “Pah!“

    donnerte sie und trabte mit aufgestellter Rute zu den Beiden zurück um sich blickend an des Aschekriegers Seite noch einmal an die Fähe am Boden zu richten, sprach die Worte aber ebenso zu dem Hünen neben sich.

    “Geht es allen gut?“

    ihre Stimme war noch immer aufgeregter als normal, aber man konnte sehen, dass sie versuchte endlich Spannung aus der gesamten Situation zu nehmen. Nur einen Moment blieb ihr Blick länger auf dem Hünen hängen.

    [regt sich tierisch auf | macht Styggy "zur Sau | erkundigt sich nach der Gesundheit aller]

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    BeitragThema: Re: Kapitel 1: Die Hatz des Lebens   22.06.14 15:17

    Sie hatte ja fast schon damit gerechnet auf ihre Reaktion angepatzt zu werden und ganz genauso geschah es dann auch. Sie hatte sich eh schon in eine unterwürfige Haltung begeben und es hätte nicht viel offensichtlicher sein können, dass sie keinen Streit provozieren wollte. Alles was sie wollte war verschwinden. Sie wollte nicht hier blieben. Die Fähe war ihr zu einnehmend zu bestimmend und das war etwas mit dem der Vogel nicht konnte. Sie wollte nicht bevormundet werde. In ihrer kauernden Haltung wich sie vor der kleinern Fähe zurück. Winselnd. Wimmernd. Wie ein Köter.

    Die Rute hatte sie eingekniffen und das Auftauchen des anderen machte es der Fähe nicht leichter. Sie blickte hinauf zu dem Rüden der verbrannten Wäldern glich und ihre Augen weiteten sich. Er wirkte wie aus alten Zeiten. Und noch mehr als die Fähe flößte er ihr eine Menge Ehrfurcht ein, weswegen sie sich aus ihrer unterwürfigen Haltung erst erhob als sie einen für sie angenehmen Abstand zwischen sich und die beiden gebracht hatte. Panik zeigte sich in ihren Augen und als sie wieder auf ihren Pfoten stand, das karamellfarben Fell wie lange Zottel an ihr herunter hin senkte sie ihren Kopf.

    “ Ich werde nicht um Verzeihung bitten, aber vielleicht sollte ich eben einfach doch noch nicht sterben!“

    Brachte sie heraus und wich noch einen Schritt zurück. Es machte eh keinen Sinn sich gegen die beiden aufzulehnen, denn die Fähe beanspruchte das Land wohl für sich und Stygma war sehr wohl klar, dass sie in ein fremdes Revier gekommen war, doch hatte es sie nicht interessiert, sie hatte einfach durchreisen wollen und der Rüde machte ihr Angst. Seine Größe war erschreckend und Erinnerte sie an den finsteren Wolf, von dem ihr ihre Mutter immer erzählt hatte. Den Fenriswolf, der sich aus seiner Gefangenschaft befreien würde, wenn das Ende aller Zeiten gekommen war. Ragnarök.

    Es schauderte sie. Sie hatte von Wölfen gehört die dieser Bestie aus alten Zeiten ähneln sollten. Sich als seine Nachkommen bezeichneten. Ebenso wie ihr Vater sagte, die Ahnen ihres Rudels wären die ersten Götter gewesen.

    Wie gebannt war ihr Blick an das Fenriskind geheftet.

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    BeitragThema: Re: Kapitel 1: Die Hatz des Lebens   22.06.14 15:47

    Logbrandur beobachtete mit gewohnt neutraler Miene die Bunte. Diesmal schien sie einem Tobsuchtsanfall nahe zu sein und beinahe fand er es interessant, bereits nach so kurzer Zeit so viele feine Facetten ihres Charakters zu Gesicht zu bekommen. Er hatte sie freundlich und zuvorkommend gesehen, er hatte sie überheblich gesehen, voller Mitleid und auch mutig – oder bescheuert – je nachdem. Dann dieser kurze Einblick in listige Charakterzüge, die er vermutlich früher zu spüren bekommen würde, als ihm lieb war.
    Die Karamellfähe hatte sich in eine völlig unterwürfige Haltung begeben, doch Tyrha hörte gar nicht mehr auf zu wüten. Unter anderem fielen auch wieder Worte, mit denen sie andeutete, dass das hier IHR Revier war, was ihr ein abfälliges Schnauben des Hünen einbrachte. Sie schimpfte und maulte, obwohl die andere Fähe sich so demütig gab. Und wären der Bunten nicht in jenem Moment die Gesichtszüge entglitten, wäre der Graue wohl dazwischen gegangen.
    Sie erkundigte sich kurz darauf, ob es allen gut ging und er sah sie aus den Obsidianaugen an.

    Nur die ein oder andere Schramme. Ich frage jetzt mal nicht, wie es dir geht – so wie du hier herum tobst, obwohl die Fähe gleich auf den Brustwarzen über den Boden kriecht, kann es dir ja nicht allzu schlecht gehen.

    Kurz war sein Blick eine strenge Mahnung, an die Bunte, sich doch ein wenig zu zügeln, dann sah er die Fremde wieder an. Sie sah immer noch aus, als würde sie sich gleich nass machen. Und ihre Furcht galt ihm, doch das war nichts, dass neu für ihn gewesen wäre. Im Gegenteil – eigentlich war das eine relativ normale Reaktion.
    Ohne Scheu, erwiderte er ihren Blick.

    Wie nennst du dich, wenn man fragen darf?

    fragte er mit seiner ruhigen, aber distanzierten Art.


    [beobachtet das Ganze | sichtlich unangetan von Tyrhas Verhalten | Fragt Styggy nach ihrem Namen]
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    BeitragThema: Re: Kapitel 1: Die Hatz des Lebens   22.06.14 16:36

    Ohne ihre strenge Haltung zu verlieren, welche die Karamellfarbenen so erschaudern ließ, lauschte Tyr ihren wenigen Worten und ein Knurren entwich ihrem Fang. Regen drang ihr in das so geöffnete Maul und mit einem Schütteln des eigenes Fells, versuchte sie sich dieser Nässe etwas Abhilfe zu verschaffen – was ihr kaum gelang. Der Niederschlag hatte sich seit dem Abklingen der heiklen Situation noch einmal verdoppelt und weitere Blitze durchzogen das hiesige Land. Den Kopf gen Himmel reckend um dies festzustellen, meldete sich auch der Asch´wolf nun zu Wort. Er erkundigte sich in gewisser Weise nach ihrem Wohlbefinden und ermahnte sie zugleich nicht allzu streng mit dem Häufchen Elend vor sich zu sein. Erst jetzt, da sie die Worte vernahm und wirklich in ihren Hirn ankommen ließ, entspannte sich der Leib der Bunten zusehends und ein Seufzen entwich ihrem Fang. Kurz darauf fragte der Hüne neben ihr nach dem Namen des Fähe, welche noch immer in Demutshaltung vor ihnen verweilte.
    Langsam glitten Rute, Fellbürste und Augenlider der endlich entspannenden Fähe herab und ein fast amüsierter Gesichtsausdruck übernahm ihre Mimik.

    “Du hast dich mir auch noch nicht vorgestellt, Aschwolf.“

    ergänzte sie und fügte schnell hinzu, diesmal an die Fähe gewandt:

    “Mein Name ist Tyrha Smýdur. Verzeih´mir meinen Ausbruch, heute ist irgendwie der Wurm drin, weder Tagesablauf, noch Wetter, noch Gesellschaft waren heute von mir so eingeplant. Und ich kann es nicht leiden, wenn sich etwas meinem Einfluss entzieht.“

    stellte sie sich vor und ergänzte um eine kurze Erklärung. Der noch immer prasselnde Regen ließ Tyr kurzzeitig erschaudern. Sie sollten sich ein trockenes Plätzchen suchen, einen Ort an dem sie sich in Ruhe unterhalten konnten, wenn ihnen danach war.

    “Mir wird das hier zu nass. Folgt mir, wenn ihr könnt und wollt......wenn ihr trocknen möchtet. Ich lade euch zu mir ein.“

    sprach sie ruhig und setzte sofort zu einem schnellen Trab an, der sie weg von Fluss und Wassergewalten hinein in den von Regen durchsetzten Waldrand führte. Die fallenden Wassertropfen spielten auf den fast alt wirkenden Blättern ein wirres Trommelspiel – eine Melodie, die Tyrha meistens sehr genoss. Zumindest wenn sie derweil einen trockenen Platz vorweisen konnte. Sie wüsste, welchen Weg sie ging ….war sie ihn in den letzten Wochen doch mehr als einmal gegangen. Ein kleiner Pfad führte von der lichten Waldgrenze hinein in einen dichten und ruigen Teil des angrenzenden Waldes, welcher von Farmen nur so durchsetzt schien. Alte Nadelgehölze zogen sich kerzengerade gen Himmel und schlossen das Himmelsdach so dunkel ab, dass nur wenige Lichtblitze bis auf den Boden drangen. Ein zwei Sprünge führten Tyr von dem schmalen Pfad in eine Senke hinab, gleich wieder aus dieser heraus und schließlich zu einer kleinen Lichtung, auf der eine alten Tanne stand, deren Wurzeln sich zu einem Vorhang aus Naturgestrüpp
    gebildet hatten und den Weg in eine kleine Höhe anzeigten. Kurz blieb die Bunte stehen, dabei das rechte Vorderbein hebend und sah sich nach ihren Beiden Gästen um. Als diese zu folgen schienen, prüfte sie kurz die Höhe und verschwand in dieser ohne auf die Beiden zu warten.



    Die Wände der Höhle waren bis unter die Decke von dem Wurzelgeflecht des Baumes gesäumt, ging einmal ums Eck und hörte dann auch schon wieder auf. Es war eine kleine Höhle, aber durchaus ausreichend für einige Leiber, gut belüftet und trotz alledem trocken und warm, wenn sie einmal aufgeheizt war.
    Sich nun setzend, wartete Tyrha auf die beiden Wölfe. Etwas Gesellschaft tat ihrem Gemüt sicher gut – und ihren Nerven sowieso.

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    BeitragThema: Re: Kapitel 1: Die Hatz des Lebens   22.06.14 17:08

    Beruhigte es sie jetzt, dass die Bunte ruhiger wurde, oder bedeutete das nur wieder noch mehr neuen Ärger für sie. Sicher war sie sich da nicht also blieb sie geduckt stehen und wartete ab.
    Das Fenriskind blieb nach wie vor ruhig und Stygma war ihm mehr als nur dankbar dafür, dass er die Bunte ermahnt und nicht noch unterstützt hatte.

    Der immer schlimmer werdende Regen gefiel ihr sogar irgendwie. Er klärte die Luft, auch wenn es kaum Verunreinigungen gab. Er brachte neues Leben und spendete ihr Kraft. Genüsslich hatte sie einen Moment die Augen geschlossen ehe der Graue sie nach ihrem Namen fragte. Doch kam sie gar nicht erst dazu ihm zu antworten, da hatte sich die Bunte auch schon eingemischt. Den bereits geöffneten Fang schloss sie wieder und lauschte ihr.

    Sie war also nicht immer so und heute war also nur der Wurm drin. Sie versuchte zwar zu verstehen wie Tyr das meinte, aber irgendwie wollte es nicht in ihren Kopf. Sie konnte nicht verstehen wie man immer alles unter Kontrolle haben wollte. Wie konnte man sich überhaupt so sehr in das Leben anderer einmischen wollen. Stygma hatte gelernt, dass es besser war sich aus allem raus zu halten. Sich in nichts einzumischen. Sich niemandem anzuvertrauen und niemanden lieb zu gewinnen. Dann brachte man niemanden in Gefahr und niemand konnte einem sauer sein. Und nicht zu letzt konnte einem selbst dann auch nicht weh getan werden.

    Sie hob den Kopf und legte den Kopf schief als sie sah wie Tyr sich aufrichtete und schüttelte. Sie wollte wohl nicht hier bleiben. Sie lud sie zu sich ein, noch ehe der Kohlewolf noch sie selbst sich ihr hatten vorstellen können. Sie war einfach verschwunden. Der Blick aus ihren Moosgrünen Augen suchte den seiner Edelsteinfarbenen.

    “Ich bin Stygma. Einfach nur Stygma. Und wie ist dein Name?“

    Sie war über ihre eigenen Worte mehr als nur verwundert. Heute hatte sie schon mehr gesprochen als in den ganzen letzten Monaten. Ihr schlug das Herz hörbar bis zum Hals. Wie irre schlug es gegen ihre Knochen durch die dünne Haut. Wenn man sie genauer betrachtete wurde noch deutlicher was für ein erbärmliches Häuflein Elend sie war. Durch das Fell hindurch waren ihre Rippen sichtbar und ihre Pfoten wirkten unnatürlich groß, so dürr war sie. Wenn ihr Fell erstmal getrocknet war, würde es nicht glänzen sondern stumpf sein. Gerade als sie dachte schlechter könne sie sich gar nicht fühlen knurrte ihr Magen.

    Fragend sah sie nun zu dem Hünen hoch. Würde er der Bunten folgen, würde sie vielleicht auch folgen. Blieb er hier würde sie ihr nicht folgen und wahrscheinlich auf kurz oder lang das Weite suchen. Die Gesellschaft ihrer Artgenossen war ihr nur selten Willkommen.


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    BeitragThema: Re: Kapitel 1: Die Hatz des Lebens   22.06.14 20:25

    Ein wenig zufriedener als noch zuvor, stellte Brandur fest, dass Tyrha sich ein wenig beruhigte. Nachdem sie ihn darauf hingewiesen hatte, dass er sich ihr nicht vorgestellt hatte – was er mit einem wölfischen Grinsen quittierte – erklärte sie sich der Fähe. Sie erklärte die Umstände und dass der Tag eben nicht so gelaufen war, wie geplant. Der Hüne fragte sich, ob es gut sein konnte, so ein Kontrollfreak zu sein. Dinge liefen zu oft aus dem Ruder, das Wenigste im Leben ließ sich planen. Er selbst, hatte es am eigenen Leib erfahren müssen. Ein wenig sehnsüchtig dachte er an seine geliebte Schwester, die er doch immer nur hatte beschützen wollen. Damit hatte er sie mehr von seiner Seite vertrieben, als alles andere.  
    Es sah aus, als würde er missgünstig die Wolken beäugen, als er den Blick hob. Doch in Wirklichkeit, wollte er sich wohl nur bewusst machen, was für eine irrsinnige Entfernung zwischen ihm und seiner Schwester lag. Weiter als diese grauen Wolken wohl von ihm entfernt waren. Viel weiter.
    Doch die Miene blieb weiterhin ruhig und unbewegt. Der Graue gestattete es sich nicht mehr so einfach, seinen Emotionen freien Lauf zu lassen, seitdem es ihm seine Kleine entrissen hatte.
    Als er dann jedoch Tyrha ansah, zuckte ein Mundwinkel zu einem halben Grinsen zurück.

    Ich könnte mich auch nicht entsinnen, dass du gefragt hättest.

    Seine Obsidianaugen richteten sich auf Stygma in ihrer demütigen Haltung.

    Man nennt mich Fenriskind. Aschekrieger. Brandur. Doch mein richtiger Name lautet Logbrandur. Es steht dir frei, mich zu nennen wie es dir beliebt. Sein Blick wanderte zu Tyrha, die er diesmal geradezu verschmitzt angrinste. Dir natürlich auch.

    Und in dem Moment wandte sich die Bunte schon ab um sich mit einer Einladung in ihre Höhle davon zu machen. Ihre Höhle… Na das würden sie noch sehen. Kurz zögerte der Hüne. Aber was sprach eigentlich dagegen sich SEIN Revier von der Fähe zeigen zu lassen. Er sah Sygma an und machte eine auffordernde Kopfbewegung Tyrha hinterher.

    Komm. Begleite uns ein wenig. Du kannst jederzeit gehen. Dir wird niemand etwas zuleide tun. Versprochen. Wärm dich ein wenig auf, trockne deinen Pelz.. Er horchte auf das laute Magenknurren und grinste träge. Und vielleicht findet sich ja auch eine Mahlzeit…

    Als er geendet hatte, wandte er den riesigen Körper herum und verfiel in einen gemächlichen Trab der kleineren Fähe hinterher. Er sah sich ebenfalls nicht noch einmal nach der Karamellfarbenen um, um ihr den Raum zu lassen, zu verschwinden wenn sie es denn wollte. Mühe gab er sich keine, Tyrha einzuholen, hatte sich ihr Geruch doch schon in seinem Hirn gefestigt, dass er ihr auch so mühelos würde folgen können.


    [Stellt sich vor | stichelt ein bisschen mit Tyrha | ermutig Stygma zu folgen und folgt dann selbst]
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    BeitragThema: Re: Kapitel 1: Die Hatz des Lebens   23.06.14 19:45

    Noch während sie den Weg in die Höhle beschritt, dachte Tyr lächelnd über die Worte des Aschwolfes nach. Ja, sie hatte nicht nach seinem gefragt. Und Nein, sie wäre wohl auch nie auf die Idee gekommen. War sie derart weltenfremd erzogen worden, dass sie davon ausging, dass der Rüde sich selbst vorzustellen hatte? Gerade einer Fähe gegenüber? Ein Schmunzeln fügte sich ihrer Mimik hinzu. Vielleicht waren die Wölfe, denen sie in Zukunft begegnen würde doch anders als sie erwartet hatte. Logbrandur hieß der Hüne, der den Tag der Fähe beschrieben hatte. Ein großer, starker Name, wie Tyr fand. Ebenso groß wie der Rüde selbst und ebenso rau in der Aussprache, wie sie den Rüde an sich empfand. Ein Nicken für sich selbst folgte: der Name stand ihm gut. Und sein verschmitztes Grinsen wollte ihr gerade irgendwie nicht aus dem Schädel weichen. Sofort folgte ein erneutes Kopfschütteln. Nur keine überflüssigen Gedanken! Tyr hatte andere Sachen auf die sie sich konzentrieren musste! Erst einmal sollte das mit dem Revier geklärt werden. Und dann ...alles weitere.

    Mit einem Gähnen beschrieb Tyr an ihrem Lieblingsplatz in der Wurzelhöhle einen Halbkreis und bettete sich in eine Kuhle, die aus zwei Wurzeln bestand. Ihren Kopf legte sie derweil auf einer davon ab, den Blick in Richtung Eingang zeigend. Erst jetzt, da sie endlich zur Ruhe kam, bemerkte sie ihre schmerzenden Glieder. Anspannung, Adrenalin und Aufregung hatten Muskeln und Sehnen ermüdet, ihr Verstand schien jedoch unangetastet geblieben zu sein. Zum Glück.

    Sie wartete eine ganze Zeit, ehe sich draußen etwas zu regen schien. Das Unwetter hatte derweil nichts an seiner unbändigen Kraft verloren. Warum sie die Beiden jetzt genau in ihr Heim eingeladen hatte, blieb Tyr allerdings irgendwie vor sich selbst verschleiert. Alle anderen Wölfe hatte sie bisher erfolgreich vertrieben und gerade solche Hasenwölfe wie die Karamellfarbene, deren Namen sie in ihrem Lauf nicht mehr hatte hören können, hätte sie längst wieder verscheucht. Irgendetwas anderes schien Tyrha dazu zu bringen, die Beiden hier zu behalten. Ihr Blick senkte sich kurz.

    Manchmal gibt es Zeiten, in denen Dinge geschehen die sich keiner erklären kann, die irgendwie etwas Göttliches an sich haben. Diese Dinge sollten nicht in Frage gestellt werden. Sie sollen aufgenommen und in das Leben eingefügt werden!

    Die Worte ihrer Mutter würde sie wohl nie vergessen. Sie trafen auf so vieles zu. Tod und Geburt, Krankheit und Gesundung. Freundschaften und Feindschaften. Ein Seufzen folgte. Bloß auf ihre Mutter selbst schien dies nicht zu passen. Als ein Schatten in dem Eingang auftauchte, schreckte Tyr mit dem Kopf auf und faltete die Ohren kurz in das Nackenfell. So gedankenverloren dazuliegen war nicht ihre Absicht gewesen.

    [sucht sich einen Platz in der Höhle | legt sich nieder | denkt über Stygma und Brandur nach]

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    BeitragThema: Re: Kapitel 1: Die Hatz des Lebens   23.06.14 20:14

    In seinem gemächlichen Trab, war Brandur der Fährte Tyrhas gefolgt. Die großen Pranken sanken leicht im vom Regen aufgeweichten Boden ein, hinterließen Spuren, die einem Ungetüm aus Urzeiten ähnlicher zu sein schienen, als einem normalen Wolf.
    Auf seinem Weg, den er beharrlich aber ohne Hast beschritt, dachte er über dieses Dilemma nach. Er rannte normalerweise keinen völlig fremden Fähen hinterher. Eigentlich gar keinen Artgenossen. Dazu hatte er auch schlicht und einfach nie einen Grund gehabt und auch jetzt, fiel ihm kein Ersichtlicher ein.
    Obwohl, vielleicht war er auch einfach den prasselnden Regen Leid, der sein Fell tränkte. Nicht dass es nach seinem Konflikt mit dem Bären noch etwas ausgemacht hätte… Aber es ging sich ums Prinzip. Wasser von oben war einfach abstoßend.
    Irgendwann bog sein Körper, geleitet von seinen schieren Instinkten, der Spur zu folgen, um eine Ecke und stand vor dem Eingang in eine Höhle. Brandur schüttelte sein mähnenähnliches Fell aus und es plätscherte, als das Wasser hinaus geschleudert wurde und die großen und kleinen Tropfen auf den nassen Boden und das äußere Wurzelwerk schlugen. Dann erst betrat der Hüne die Höhle, duckte sich in einem Reflex – stellte dann aber fest, dass sie hoch genug für ihn war.

    Zu allererst fiel ihm der abwesende Blick der Fähe auf, dann, dass das hier eine sehr schöne Höhle war. Der Riese setzte sich prompt vor die Fähe und sah aus der Höhe auf sie hinab.

    „Tagträumereien stehen dir Vögelchen.“

    Raunte er mit seiner tiefen Stimme, bevor er wieder aufstand und doch noch Abstand zwischen sich und die Fähe brachte. Sie war nicht zerbrechlich, auch wenn ihre Statur das vielleicht im ersten Moment vermuten ließ. Ihr Charakter war stark – so glaubte er zumindest. Aber sie war hübsch. Das bunte glänzende Fell – die unterschiedlich gefärbten Augen. All das schien ihren ebenso farbenfrohen Charakter zu umrahmen. Und Logbrandur fand, es sei zu schön, als dass er verloren gehen dürfte.
    Und dieser Gedanke war gefährlich. Er durfte nicht damit anfangen, sie beschützen zu wollen… denn er wusste – er würde nie damit aufhören können. Außerdem hatte er doch eben sehr deutlich gemacht, was er davon hielt sich ihr anzuschließen. Vermutlich würde sie noch Unterwerfung von ihm fordern – was lächerlich war, denn das würde er gewiss nicht tun.
    Vermutlich würde das ihrem Ego auch einen sehr ungesunden Schub geben…

    [Grübelt | folgt Tyrha in die Höhle | lässt sich etwas entfernt von ihr nieder und grübelt immer noch]
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    BeitragThema: Re: Kapitel 1: Die Hatz des Lebens   24.06.14 17:48

    Als Brandur ihr direkt gegenüberstand, nun vor seinen Pfoten liegend, wurde der Bunten erst nochmal die Tragweite seiner Größe bewusst. Das von hinten wütende Wetter, welches ihn immer wieder in harten Konturen erschienen ließ, sorgte für mehr Dramatik als in dem Moment an sich innelag. Tyr schluckte, sah auf und in die fast schwarzen Augen direkt hinein. Für einen Augenblick setzte sich der Rüde, sprach dann von ihren Tagträumereien, ehe er wieder aufstand und sich doch einen anderen Platz suchte. Die Fähe folgte ihm mit den eigenen Blicken, sah dann nochmal zum Eingang der Höhle, ehe sie den Kopf schief legte und zu Brandur sah. Hatte er die Fremde etwa da stehen gelassen? Wieder sah Tyr zum Eingang. Nun....sie würde schon noch auftauchen.
    Diesen Gedanken beendend, tocknete sich Tyrha ohne ein weiteres Wort erst einmal das Fell. Ihre Gedanken flogen derweil hin und her, schienen aber keinen klaren Sinn erfassen zu wollen.

    “Und dir dein Name.“

    antwortete sie schließlich, sah dann zu dem großen Rüden und straffte die Schultern, während sie sich in ihrer Mulde umbettete und nun in Blickrichtung zu dem Hünen lag. Ihre Ohren fuhren vor, als sie weitersprach.

    “Tut mir Leid, das ich mich vorhin so dämlich verhalten habe. Ich glaube, wenn wir einander kennen lernen würden, könnten wir ganz andere, viel sinnvollere Gespräche führen.“

    ein Grinsen stahl sich auf die beigen Lefzen und mit einem Schwanzwedeln unterstrich die Bunte ihre Worte freundlich.

    “Ich will nicht altklug wirken..aber eine mir wichtige Wölfin hat immer gesagt:“Manchmal gibt es Zeiten, in denen Dinge geschehen die sich keiner erklären kann, die irgendwie etwas Göttliches an sich haben. Diese Dinge sollten nicht in Frage gestellt werden. Sie sollen aufgenommen und in das Leben eingefügt werden! „.....daran musste ich vorhin denken, als du reingekommen bist. Vielleicht trifft das auch auf uns drei zu. Aus irgendeinem Grund haben wir alle hier hin gefunden und anders gehandelt als sonst. Also ich für meinen Teil zumindest.“

    sprach sie ruhig und holte dabei immer wieder tief Luft. Ihre Rute schenkte derweil noch immer über die naheliegende Wurzel.

    [reagiert auf Brandur | sieht sich nach Styggy um und erzählt weiter]

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    BeitragThema: Re: Kapitel 1: Die Hatz des Lebens   25.06.14 0:09

    Beschwingten Schrittes hatte Sareq die Duftmarken einer Fähe passiert, deren Rudel wohl in dieser Gegend hauste. Es würde dem kleinen Teilalbino bestimmt gut tun, endlich mal wieder auf Artgenossen zu treffen. Viel zu lange war er schon alleine unterwegs. Zwar hatte er hier und da vereinzelt Wölfe getroffen, von denen er mit manchen sogar einige Tage unterwegs gewesen war, doch hatte er bisher noch keinen Ort gefunden, an dem er sich gern niedergelassen hätte. Der plötzlich einsetzende Regen hatte seine Euphorie nur einen kleinen Dämpfer versetzt.. es war nur ein wenig ärgerlich, dass er sich einen Unterschlupf suchen musste, ehe er seine Suche an dem ansässigen Rudel fortsetzen konnte.

    Es dauerte nicht lange, bis der kleine Rüde zu einer Lichtung gefunden hatte, die allem Anschein nach eine Höhle beherbergte. Erleichtert und in Aussicht auf ein trockenes Plätzchen bester Dinge schritt er eilig durch den von Bäumen gesäumten Eingang, ehe er stutzend stehen blieb. Der Regen hatte die Duftspuren undeutlich werden lassen, doch Sareq hätte sich wohl besser doch genauer damit auseinandergesetzt, dann wäre er nun wohl nicht so überrascht gewesen, dass ihm im Inneren der Höhle plötzlich drei sehr unterschiedliche Augenpaare entgegenblickten. Hoppla. Ein leises, überraschtes Lachen drang aus der Kehle des rotweißen Rüdens.

    „Holla, da hab ich mich wohl ohne es zu merken selbst eingeladen“

    Ein wenig zerknirscht sah er in die Runde, doch immer noch lag ein Schmunzeln auf seinen Lefzen.

    „Mein Name ist Keyân Sareq“ Er beugte seinen Kopf zu einer begrüßenden Verneigung. „Ich hoffe sehr, mich zumindest während des Regens an eurer reizenden“ Seine funkelnden Augen lagen einen Moment auf den beiden hübschen Fähen, ehe er zu dem riesigen Rüden weiterwanderte „sowie imposanten Gesellschaft erfreuen zu dürfen“

    Der junge Rüde schüttelte sich die Nässe des Regens aus dem bunten Fell, ehe er sich vergnügt auf seine Hinterhand niederließ. Mit einem Nein würde er sich sowieso nicht zufrieden geben, da konnte er es sich genauso gut schon einmal gemütlich machen, nicht wahr? Neugierig lag nun sein Blick auf der Fähe, die ebenso wie er zwei unterschiedliche Augen hatte. Den Duftmarken nach müsste sie die Anführerin dieser Bande sein, weshalb ihre Antwort wohl am meisten Gewicht haben dürfte.
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    BeitragThema: Re: Kapitel 1: Die Hatz des Lebens   25.06.14 0:42

    Just in dem selben Moment, in dem sich Tyr aufgesetzt hatte um auf eine Atnwort des Rüden vor sich zu warten, erschien die Fähe in der Höhle und legte sich nahe des Eingang schweigend nieder. Zu gerne hätte Tyr einige Worte an sie gerichtet, doch ihre Körperhaltung schrie beinahe nach etwas außer-acht-lassung...und die Bunte gewährte ihr dieses Privileg. Ein seufzen rann ihr aus dem Maul, ehe sie sich erhob und erneut den Blick zu dem Höhleneingang schweifen ließ. Noch jemand trat in ihr Heim – diesmal jedoch ein junger Rüde. Erscheinungsbild und Geruch waren Tyrha fremd und so wandte sie sich ganz dem Fremden zu, welcher sich allerdings sogleich als Keyân Sareq vorstellte und die Gesellschaft mit einer Verbeugung und wirklich schön anzuhörenden Worten begrüßte. Tyrha kniff die Augen...hatte der Gute etwa eine Süßholzraspel statt einer Zunge? Sogleich folgte auf ihrem Gesicht jedoch ein freundliches Lächeln. Irgendwie charmant. Erst einige Schritte auf den etwa gleichgroßen Rüden zugehend, setzte sich auch Tyrha nun, nickte kurz und sprach dann:

    “Scheinbar schon! Aber bei diesem Wetter, diesen Umständen und angesichts dieses Tages will ich dich willkommen heißen. Jetzt is eh egal!“

    lachte sie und warf dabei den Kopf kurz in den Nacken....um diesen alsbald wieder in Normalposition zu senken und somit die empfindliche Kehle nicht mehr so waghalsig zu offenbaren. Ihre Ohren rutschten abermals hervor, rahmten Minik und Augenpartie ein und ließ ihr Gesicht beinahe etwas kindlich wirken, als sie nun die Lefzen zu einem stetigen Lächeln formte.

    “Ich heiße Tyrha Smýdur!

    ergänzte sie und wedelte mit der Rute über den sandigen Erdgrund, welcher ob der tropfenden Wolfsnässe etwas feucht geworden war und so nun an den langen Strähnen ihrer Rute hängen blieb. Ohne große Umschweife eröffnete die kontaktfreudige Tyr ein weiteres Gespräch, blickte aber vorher einmal kurz zu Brandur, beinahe so als wollte sie sich entschuldigen, gerade dem tieferen Gespräch nicht mehr folge leisten zu können.

    “Was führt dich hier her? Ich habe dich in meinem Revier bislang noch nicht gerochen, du bist neu...oder?“

    fragte sie weiter und tippelte während des Gespräches auf den Vorderpfoten. So langsam konnte sie sich daran erfreuen so bunte Gestalten hier herum laufen zu sehen.... und dann auch noch in ihrer Höhle willkommen zu heißen. Denn dieser Rüde war von genauso ungewöhnlicher Gestalt wie der Aschwolf....oder die Karamellfähe. Die eine Gesichtshälfte erschien in einem strahlenden weiß, gepaart mit einem blutroten Auge, ebenso wie der gegenüberliegende Vorderlauf. Der Rest seines Felles war beinahe genauso rotbraun wie der Herbst selbst und stand diesem in Schönheit nichts nach.

    [bemerkt Stygma & Sareq am Eingang | lässt Styggy erst einmal in ruhe und begrüßt Sareq]

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    BeitragThema: Re: Kapitel 1: Die Hatz des Lebens   25.06.14 1:18

    Ein kleines, dankbares Grinsen stahl sich auf den dunklen Fang des Minirüden als die hübsche Buntäugige ihn willkommen hieß. Na bitte, so einfach konnte es sein. Und sie verlor noch nicht einmal ein Wort über sein doch sehr schräges Erscheinungsbild. Damit sammelte die Fähe, dich sich als Tyrha Smýdur vorstellte gleich Mal ein paar Pluspunkte. Zufrieden drehte Sareq seine kleinen Ohren zu ihr und meinte mit einem beinahe schon spitzbübischen Lächeln

    „Was für ein hübscher, außergewöhnlicher Name. Scheint mir ganz passend zu sein“

    Ohne es zu verbergen musterte er die offenherzig wirkende Fähe anerkennend. Obwohl Sareq nun wirklich kein Wolf war, der sich länger als nötig mit Äußerlichkeiten beschäftigte, konnte er nicht leugnen, dass die Fähe ein wirklich außergewöhnliches Erscheinungsbild hatte. Und zwar ein weit weniger gruseliges als er. Ob sie wohl früher trotzdem auch Probleme damit hatte? Aber der Dämonenspross würde einen Teufel tun und sie so etwas fragen.. schon gar nicht beim ersten Gespräch. Seine eigenen Gedanken ignorierend lauschte er also den Fragen der Fähe, die wohl wirklich die Leitwölfin war.. immerhin hatte sie das Revier soeben als ihres betitelt.

    „Meine Läufe? Mein Bauchgefühl? Mein Herz? Ich bin mir nicht sicher, was genau mich in diese Gegend geführt hat, aber es ist gewiss nicht ohne Grund geschehen, da wette ich darauf“

    Mit scheinbar bester Laune tat der Teilalbino es nun der Fähe gleich und ließ seine Rute sachte hin und her wedeln. Selbst wenn er nicht für immer hier bleiben könnte, es würde mit Sicherheit amüsant sein, da war sich der dauergrinsende Rüde ganz sicher.

    „Du scheinst die Anführerin dieser kleinen Gemeinschaft zu sein, oder irre ich mich da?“

    Kurz schwenkte sein Blick wie schon vorhin zu dem Bärenhaft wirkenden Rüden, der ihn aus schwarzen Augen undefinierbar anblickte. Brr.. das war ja fast schon unheimlich. Aus so dunklen Augen zu lesen würde sicher noch schwierig werden.. dabei war Sareq normalerweise wirklich gut darin, die Gedanken anderer in ihren Seelentoren zu erahnen. Das musste er auch sein, denn bisher waren Wölfe ihm gegenüber nur selten wirklich ehrlich gewesen.

    „Es ist sehr nett von dir, mich nicht im wahrsten Sinne des Wortes im Regen stehen zu lassen. Doch darf ich vielleicht auch noch länger bleiben?“

    Mit schief gelegtem Kopf betrachtete er die dunkel gemusterte Wölfin. Es war nicht seine Art um den heißen Brei herumzureden.. gerade heraus war ihm einfach lieber. Manche konnten damit umgehen.. andere wiederum überhaupt nicht. Er war schon gespannt welcher Sorte Wolf seine Gesprächspartnerin wohl angehörte.
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    BeitragThema: Re: Kapitel 1: Die Hatz des Lebens   25.06.14 1:38

    Gerade erst, als Sareq zu ende gesprochen hatte, musste Tyrha herzhaft auflachen und schüttelte gleichzeitig den feinen Kopf.

    “Tja, irgendwie hat es heute alle hier her verschlagen, aber frag mich nicht aus welchem Grund. Wohl aus dem Selben, der auch dich hier her gebracht haben. Brandur bin ich heute beinahe über den Pelz gerannt als ich auch Forellenjagd war, die Karamellwölfin dort vorne ist in den Fluten während des Sturmes beinahe unter gegangen....und ganz ehrlich? Wir sehen uns heute alle zum ersten Male. Aber vielleicht steckt da wirklich mehr dahinter....das kann ja bald kein Zufall mehr sein!“

    ihre Stimme klang heiter und locker, das Halbgesicht vor ihr hatte es auf den Punkt gebracht und somit ihren Gedanken, den sie erst Momente zuvor gegenüber dem Hünen geäußert hatte, weitergeführt und sogar nochmals ausgesprochen. Zum nächsten Punkt des Gespräches kommend, neigte die Bunte den Kopf leicht und verzog dabei die Miene. Nicht unfreundlich, aber irgendwie peinlich berührt, während sie sich über die Lefzen leckte.

    “Was auch bedeutet: wir bilden derweil gar keine Gemeinschaft, wie du es nennst. Und ich bin auch keine Anführerin. Der Aschwolf hat ebenso wie ich, einige Teile des Reviers für sich beansprucht und wem nun welcher Teil oder das Revier zusteht diskutieren wir wohl noch aus...“

    ein besänftigtes Lächeln erschien auf ihren Lefzen, während sie genau so sitzen blieb, ihren Kopf aber umständlich zu dem Grauen herüber zwang und dabei beinahe beschwichtigend wirkte. Sie sah ihn so eine ganze Weile an, schloss dann die Augenlider und wendete sich wieder Sareq zu.

    “Nettes Wortspiel, du scheinst mir recht gescheit, Sareq.“

    meinte sie anerkennend und grinste ihn breit an. Ihre Augen verengten sich zu freundlich gesinnten Seelenspalten, lockerten sich jedoch bei dem darauf folgenden Satz wieder auf.

    “Kein Problem, ein Neuling mehr oder weniger in meinem Heim macht den Speck jetzt auch nicht mehr wirklich fett.“

    jauchze sie und streckte dem Rüden schließlich angeheitert ob des lockeren Gespräches die Zunge entgegen. Das draußen wütende Wetter blies nicht nur ihr, sondern auch Sareq und der Fähe am Rande der Höhle das Fell auf, was sie einen Moment erschaudern ließ.

    “Kommt, lasst uns weiter rein gehen, ganz hinten kommt nicht einmal der Wind an. Die Einladung gilt auch dir, Karamell.“

    ergänzte sie, stand auf uns legte sich erneut in ihre zuvor besetzte Wurzelkuhle. Noch kurz sah sie zu der Fähe, die allerdings kaum Regung zeigte. Sollte sie zu ihr gehen und sie rüber zerren? Wohl kaum. Ein Schmunzeln verließ ihren Fang. Sollte sie doch tun was sie wollte.
    Die Pfoten über eine der Wurzeln gebettet, verfolgte sie nun die Bewegungen Sareqs und gleichermaßen die des Hünen. Der wahnsinnige Größenunterschied fiel ihr erst jetzt auf...ein irgendwie amüsanter Anblick.

    [antwortet Sareq | beschwichtigt Brandur | lädt alle weiter in die Höhle ein]

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    BeitragThema: Re: Kapitel 1: Die Hatz des Lebens   25.06.14 6:41

    Logbrandur kam nicht umher, es gut zu finden, wie Tyrha ein ums andere Mal wieder bewusst wurde, dass er sie an Körpergröße um einiges überragte. Man sah es ihrem Blick an, wenn sie den Kopf heben musste, um zu ihm aufzusehen. Zu oft, hatte er diesen Ausdruck gesehen, um ihn nicht zu erkennen. So war es auch jetzt.
    Der Paradiesvogel meinte, ihm stünde sein Name und vermutlich hatte sie Recht damit. Es war ein Name, der so hart war und vor Kraft strotzte, wie er selbst es tat. Seine Eltern hatten gut gewählt…
    Als sie dann meinte, sie wolle nicht altklug wirken, entrang sich ihm ein sehr vielsagendes Schnauben. Ja seine Lefzen zogen sich beinahe zu einem zynischen Grinsen zurück, doch stattdessen lauschte er ihr bis zum Ende und wich ihrem Blick nicht einmal dabei aus.
    Hinter ihm bemerkte er währenddessen Stygma, die sich wohl doch noch dazu entschieden hatte, ihm zu folgen. Als Tyrha sie aber nicht einmal ansprach, ging er davon aus, dass die Karamellfähe signalisierte, dass sie etwas Abstand brauchte. Er musste davon ausgehen, denn umdrehen tat er sich nicht – hatte er sie doch mit seinem Blick offensichtlich heute genug in Angst und Schrecken versetzt.

    Dann jedoch passierte etwas Unerwartetes. Noch eine Gestalt trat in die Höhle. Der Regen hatte die feinen Geruchspartikel, die ihn hätten warnen sollen, davon gespült. Weg von ihm. Und so hatte er es in dieser verdammten Höhle zu spät bemerkt.
    Gerade hatte er vorgehabt zu antworten, der Fähe zu sagen, dass sie womöglich Recht hatte. Dass es vielleicht einen Grund hatte, dass sie einander getroffen hatten. Nun aber hielt der Hüne die Klappe. Diese schmierige Schleimerei des anderen Rüden, ließ ihn den Mund halten und Tyrha würde nicht zu hören bekommen, dass er ganz vielleicht bereit war, sich das Ganze noch einmal zu überlegen. Denn jetzt war er es definitiv erst einmal nicht mehr. Nicht so lange er nicht wusste, wie er mit dem anderen Rüden zurechtkam – der ja überaus freudig empfangen wurde.
    Der entschuldigende Blick, den Tyrha ihm zuwarf, weil sie nun doch keine Zeit mehr dafür hatte, sich mit ihm zu unterhalten, ließ ihm die bittere Galle aufsteigen. Und zwar gleich zwei Mal. Einmal wegen der Sache an sich, dann zum zweiten Mal, weil er realisierte, dass er in alte Verhaltensweisen verfiel, die er bei seiner Schwester bereits an den Tag gelegt hatte. Das ging zu schnell. Viel zu schnell.
    Ohne ein Wort des Grußes oder sich vorzustellen, wandte Logbrandur den beiden den Rücken zu und entfernte sich. Sein Gang war gelassen, alles schrie Ruhe und Furchtlosigkeit, als er dem Fremden den Rücken zuwandte. Es hieß sehr deutlich ‚Komm doch, ich hab keine Angst vor dir‘ – sonst hätte er ihm wohl kaum den Rücken zugewandt. Davon ab – an seinen Rücken musste dieser kleine Tunichtgut erstmal dran kommen.
    Am äußersten Ende der Höhle ließ Brandur sich nieder. Die schwarzen Augen fixierten Sareq kurz und deutlich, bevor er den Kopf auf die Vorderläufe bettete und die Augen schloss. Kurz wirkte er, als wolle er schlafen, doch er würde sich erst gestatten zu schlafen, wenn er sich sicher fühlte und das tat er hier nicht. Vielleicht sollte er einfach gehen und den Norden für sich beanspruchen. Und dann sollte Tyrha doch kommen, mit ihrem neuen kleinen Rudel und versuchen ihn zu verjagen. Würde sicherlich interessant werden.


    [lauscht Tyrha | bemerkt Styggy | will Tyrha antworten | bleibt aufgrund Sareqs stumm | distanziert sich sowohl körperlich als auch emotional]
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    Kapitel 1: Die Hatz des Lebens

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