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     Ein Trugbild, oder das Ende der Welt?

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    Durril

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    BeitragThema: Ein Trugbild, oder das Ende der Welt?   10.08.14 22:30

    Aus dem Norden war er gekommen dem Ufer des Meeres folgend. Träumend vom Ende der Welt. Monde lang. Durril war kein Wolf der sein Leben nach einem fixen Plan lebte. Er tat nur wonach ihm der Sinn stand und seine Laune konnte sich so schnell ändern wie das Wetter in den Bergen. Die letzten Wochen über war sie allerdings gleichbleibend gewesen. Weshalb warum, dass konnte er nicht sagen und hätte man ihn mit Fragen gelöchert. Nun aber war er wieder ins Landesinnere zurückgekehrt, hoffend nicht dem Rüden zu begegnen dessen Marken er im Norden hinter dem einsam stehenden Berg gerochen hatte. Gekonnt war er diesen Duftspuren aus dem Weg gegangen und hatte die eigene verscharrt wie es Katzen zu tun pflegten. Nein, so heiß darauf war er nicht sich mit jemanden zu prügeln. Schon gar nicht mit jemanden der so gesund und stark roch wie dieser Rüde. Wenn er es recht bedachte sehnte er sich noch nicht wieder nach Gesellschaft.
    Die Fluten waren ihm bisher Gesellschaft genug, die Fische ihm eine willkommene Fastenspeise und der Mond ihm der treuste aller Begleiter gewesen. Vielleicht war er ja deshalb solange dem Ufer des Meeres gefolgt. Um einen Weg zu finden den Mond einzuholen der ihm Nacht für Nacht auf seinen Pelz geschienen hatte.

    Feucht vom Regen wanderte Durril durch den tropfnassen Wald. Das Fell klebte ihm am Körper aber es störte ihn nicht. Die Dusche hatte er gebraucht um all das Salz loszuwerden, dass sich an ihm festgesetzt hatte. Bestimmt roch er auch so noch als wäre er direkt aus dem Fluten gestiegen in die er sich wieder und wieder geworfen hatte.
    Nun schüttelte er sich doch. Er hatte das Wasser endgültig satt. Fürs erste brauchte er davon nichts mehr! Und auch stand ihm der Sinn mal wieder nach einem vernünftigem Happen Fleisch. Aber erst, erst war da etwas anderes, dass seine Aufmerksamkeit verdiente.
    Durril stand nun auf einer weiten Ebene von wo aus er die Spitze des Berges ins Auge fasste. Eine ganze Weile glühte jene nun schon in diesem merkwürdigen Licht, welches den Regen verschluckt hatte. Nach dem anfänglichen Poltern, dass ihn aus seinem Nickerchen gerissen hatte war er sogleich aufgesprungen. Auch war ihm sofort der Gedanke an Ragnarök gekommen als er die Erscheinung durch die Wipfel der Bäume gesehen hatte. Aber anders als manch andere Wölfe war er deshalb nicht gleich losgestürmt wie ein Wilder.

    Von oben auf der Böschung aus wo er sich niedergelegt hatte, war nicht nur der Gipfel zu sehen gewesen, sondern auch die weite Ebene auf der er sich nun befand. Und die sich hier befindenden Karibus. Sie waren es die nun seine volle Aufmerksamkeit verdienten. Das Fleisch dieser Geweihträger war genau wonach ihm nach seiner unsinnigen Fasterei der Sinn stand. Mit den Göttern würde er sich nachher auch noch beschäftigen können.
    Durril schob sich mit geduckter Haltung durch das Gras, dass allerdings nicht überall so hoch war wie an der Stelle an der er sich befand. Gerade dort wo seine erhoffte Beute stand war es niedergefressen und plattgestampft, weshalb sich der Dunkle erstmal hinkauerte um abzuwarten ob nicht eines der Tiere näher an ihn heranrückte. Nicht lange wartete Hatissohn im langen Gras, da setzte sich die Herde in Bewegung. Rasch zogen die Karibus an ihm vorbei, sodass er sich mit einem weiten Sprung an ihre Fersen heften musste um die nicht alsbald aus den Augen zu verlieren.
    Ein gutes Stück lief der schwarze Wolf so mit der Herde mit. Die Hatz und die Aussicht auf eine baldige Beute gefiel ihm und füllte seine Glieder mit Adrenalin. Doch bevor er eines der Tiere ins Auge fassen konnte, erblickte er die Ursache für deren Flucht. Ein Wolf lief dort auf der anderen Seite der Herde, doch es schien nicht so als ob er sie jagte. Ja, es schien nicht einmal so als ob er ihn bisher bemerkt hatte. Abgelenkt von dieser Tatsache vergaß Durril schnell seine Absicht. Er achtete nicht mehr auf die Herde sondern nur mehr auf den Artgenossen. Hatte er eben noch gemeint es stünde ihm nicht nach Gesellschaft konnte er jetzt nicht den Blick abwenden.
    Die Karibus verschwanden im nahen Wald und die Wölfin - er konnte es nun riechen - blieb im hohen Gras stehen und hob den Blick zum Himmel. Durril wusste nicht was, aber etwas bewegte ihn an der Art wie sich diese Wölfin benahm. Langsam schritt er auf sie zu nicht darauf achtend ob man seine Schritte hören würde oder nicht. Er dachte nicht so weit, dass er sie würde erschrecken können wenn sie gerade innerlich abgelenkt war wie er vermutete.
    Die Worte die er ungewollt mithörte bestätigten ihm seine Vermutung. Und veränderten jene Worte die er sich zuvor zusammengereimt hatte.

    "Wie kann ich dich aufmuntern du, die du eine Ausstrahlung hast wie kein Wesen das mir bisher begegnet ist?"

    Sagte er letztendlich aus dem Bauch heraus. Nun wo er der Fähe so nahe war, war ihm auch klar warum er unbedingt zu ihr hinwollte. Ihr Fell war teilweise von einem strahlenden Blau wie er noch keines gesehen hatte. Und war er nicht jemand der jede neue Entdeckung die mit Schönheit geschmückt war in Augenschein nahm anstatt an ihr vorüber zu gehen?
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    Tyrha Smýdur

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    BeitragThema: Re: Ein Trugbild, oder das Ende der Welt?   19.08.14 19:57

    [Auszug Hauptplay – Ebene vor dem Berge]

    Mit diesen Worten endend, erhob sich die Bunte, sah noch einmal trüben Blickes zu dem Waldweg und sprang dann eruptiv und in großen Schritten voran. Ihre Muskeln und Sehnen tanzten unter dem glänzenden Fell und ihre Sprünge brachten sie hinaus aus dem Wald, alsbald auf eine der Grasebenen vor dem Berge. Sie würde die Weiße nie vergessen, ihre Mutters Mutter immer im Herzen halten.

    Die schnelle Hatz, welche sie nun beschrieb brachte eine grasende Karibuherde in einiger Entfernung in Bewegung und ehe sie sich versah, fand sich Tyrha neben der  tobenden Herde dieses nordischen Wilds wieder. Erst jetzt rannen ihr Tränen aus den Augen, über das Wangenfell und rissen schließlich in glitzernden Fäden von der Blaugrauen ab. Allmählich verlangsamte sich ihr Schritt und schließlich blieb die Asin, das Fell feucht ob der Nässe in den brusthohen Gräsern stehen und schluckte schwer.

    “Ich komm bald zurück zu dir, hab Geduld, Shiva.“

    flüsterte sie und sah gen Himmelszelt. Es war einfach alles viel zu viel.

    ….................................

    Der Blick der Bunten hing unendlich schwer in ihrem vielgezeichneten Gesicht und ihre Augen sahen leer gen Himmelsrand. Ihr war der Geist so schwer wie schon lange nicht mehr. Der Verlust der Alten, der Schwund des Neuen, was sie gerade zu besitzen dachte schlug ihr auf die Magenhaut, gegen das Hirnfell und die Gedankentränen, dass sie einfach nicht anders konnte. Alles was sie bisher dachte wirklich festhalten zu können, rieb sich immer wieder in Nebelschwaden auf und entrann ihr unter den Pfoten wie der sanfte Tau des Morgens. Ihre Gedanken wanderten abwärts, ihre Vorstellungen himmelwärts und ihre Erinnerungen in den Vordergrund.

    Es dauerte einige Momente, ehe sie die Schritte neben sich vernahm und schließlich die Stimme in ihr Bewusstsein ließ. Ein fremder Rüde hatte sich ihr genähert. Er war von dunklem Felle, mit wunderschönen silbrigen und hellbraunen Partien durchsetzt, mit grauen Augen und einer unglaublich wachen Ausstrahlung. Eine wunderschöne Erscheinung erkannte sie, nahm dies jedoch momentan nicht einmal so wahr.

    Tyrha, sonst sehr voreingenommen gegenüber Fremden und meist recht revierbetonend wenn es um ihre Ländereien und unerlaubte Eindringlinge ging, stand einfach nur da.... den Blick derart betrüblich verzogen, dass es ihr selbst annähernd peinlich erschien – in diesem Moment aber ob ihrer eigenen Ignoranz und der Schwere ihrer Sorgen VÖLLIG egal war, wie begriffsstutzig sie vielleicht damit aussah. Oder erbärmlich.
    Seine Worte, wie er sie aufmuntern könne, regten in ihr bloß die äußersten Anstandsmaßnahmen ...ließ die Ohren zu ihm vor wandern und schließlich den Fang für einige Worte öffnen.

    “Das kann ich dir nicht sagen...“

    antwortete sie monoton und schob die Ohren wieder zurück in das Nackenfell.

    “....denn ich glaube kaum das du mir meine Verluste rückwirkend zurückgeben kannst...“

    ergänzte Tyrha und ließ den Blick gen Boden streifen, die Augen mit Tränen füllen und einige wenige Tropfen gen Boden gleiten lassen.

    “Deine Worte schmeicheln mir, habt Dank. Und verzeiht mir mein Auftreten. Es ist nicht meine Art mich derart gehen zu lassen....meine Gedanken hängen zu oft an dem was mir lieb und teuer erscheint.....aber nicht bei mir bleiben mag. Ich...bin ein wenig mitgenommen von all dem....es ist einfach viel zu viel.“

    sprach sie offen heraus und wandte den Blick kurz ab, ehe sie ihr Fell schüttelte und die Augenpartie an ihren Beinen trocken rieb.

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    Durril

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    BeitragThema: Re: Ein Trugbild, oder das Ende der Welt?   08.09.14 11:38

    Stillschweigend verharrte der dunkle Rüde und wartete auf eine Antwort. Er betrachtete die Wölfin wie eine seltene Blume deren Bann ihn blicken, sie aber nicht berühren ließ als fürchte er sie zu zerbrechen. Leer waren seine Gedanken, doch voller Glanz, so wie er da inmitten des hohen Grases stand. Und er schämte sich dafür sie so unverblümt anzustarren und seinen Blick nicht abwenden zu können. Es tat ihm weh sie so zu sehen, aber selbst wenn er könnte würde er jetzt den Weg zurück nicht gehen. Er wollte sie aufmuntern. Unbedingt.
    Ihre Ausstrahlung war soviel mehr als der Anblick den sie gerade bot. Wo war geblieben was sie ausmachte? Wo war die Energie die er spürte und doch nicht sehen konnte? Durril war froh allein mit ihr inmitten dieser Felder zu sein, denn er wusste, war sie auch die die immer raus stach, so war sie nun nur noch mittendrin. Unter tausend Fähen wäre er wohl nicht auf sie zugegangen sondern hätte sie übersehen. Dafür schämte er sich ebenso.

    Durrils Ohren zuckten und sein Kopf hob und senkte sich mit dem ihren. Seine Augen folgten jeder der Tränen die zu Boden fiel und wanderte dann wieder zu ihrem Profil. Eigentlich wusste er gar nicht wie er es anfangen sollte sie aufzumuntern. Konnte er so etwas denn? Er konnte ihr seine Stärke anbieten, seine Gesellschaft, die Geschichten über seine Vergangenheit. Aber sinnvolle Worte fielen ihm keine ein. Durril sagte nichts zu dem was die Fähe ihm sagte. Nein er konnte ihre Verluste nicht zurückholen, war er doch nicht der Totengott der über die Lebenden wie die Toten gebot. Aber musste er das aussprechen? Nein besser nicht.
    Sie sprach abermals von sich und Durril lauschte ihr mit all seiner Aufmerksamkeit. Diesmal fiel es ihm ganz leicht den Fang aufzumachen und zu sagen was er dachte.

    "Nein, es ist ganz und gar nicht deine Art. Es mag vielleicht etwas überheblich klingen. Aber ich weiß, dass du nicht so bist. Ich spüre deine Stärke und deine wilde Ader und es reizt mich sehr diese Seite an dir zu entdecken."

    Der dunkle Rüde klappte den Fang wieder zu und verfiel abermals in Schweigen. Hoffentlich klang das gerade nicht zu dämlich, dachte er sich und es war ihm wirklich peinlich, sie so spontan mit dem vertrauten "Du" angesprochen zu haben. Er räusperte sich.

    "Bitte entschuldige, falls es dich stört, dass ich dich so vertraut anspreche. Ich war lange nicht unter meinesgleichen und habe wohl meine Manieren dabei eingebüßt. Allerdings könnte ich nicht von mir sagen es wäre sonst nicht meine Art. Denn ich rede gerne und viel und oft wie mir die Schnauze gewachsen ist. Oft aber auch wieder nicht. Mein Verhalten schlägt ziemlich schnell und häufig um und ist vielleicht etwas verwirrend. Also sag es mir gleich wenn ich lästig werde, ja?"

    Das klang nun als wollte ich mich an längere Zeit an ihre Fersen heften. Was er wenn er darüber nachdachte auch vorhatte aber musste er das gleich ankündigen? Noch bevor er ihr seinen Namen gesagt hatte? Bei Hati, konnte er nichts kluges von sich geben? Durril gab sich einen gedanklichen "Face Palm" und verfiel wieder in Schweigen. Er kam sich momentan ziemlich dämlich vor, was nicht hieß, dass er sich nicht wohl in seiner Haut fühlte. Mit seiner Gesellschaft war er nach wie vor sehr zufrieden.
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    Tyrha Smýdur

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    BeitragThema: Re: Ein Trugbild, oder das Ende der Welt?   11.10.14 21:39

    Die Worte, die der Rpüde sprach, versetzen die Bunte in Verwunderung. Er schien völlig unverblümt, sprach von Dingen die er gar nicht wissen konnte. Und doch irgendwie damit Recht behielt. Eben jene Erstaunen stand Tyrha, die noch eben ihre Tränen an dem nun salzigen Beinfell getrocknet hatte, nun auch auch ins Gesicht geschrieben. Ihre Augenflecken rutschten minimal aufwärts und ihr Fang klappte unverhofft auf. Meine er das etwa ernst? Einen kurzen Augenblick zögerte Tyrha. Es kam ihr vor, als würde sie den Rüden schon ewig kennen, so wie er mit ihr redete und genau den Punkt traf, der ihr das blutnasse Herz zu trocknen schien. Auch der Schwarze verfiel in Schweigen, klappte dann beinahe im selben Moment seinen Fang auf um einige weitere Worte zu formen. Tyrha legte verunsichert die Ohren ins das Nackenfell und hörte gespannt zu. Ihr Blick hing an den Lefzen des Rüden fest, während er sprach, dennoch verpasste sie keines seiner Worte. Ganz im Gegenteil. Sie saugte seine Worte in sich auf wie ein Schwamm und labte sich an seiner Erklärung, die ebenso sinnig wie überraschend deutlich war. Ohne vorerst darauf zu antworten, trat sie einen kurzen Schritt zurück, musterte nun sein Profil eindringlicher und versuchte zu erkennen, ob er das, was er gerade gesagt hatte auch wirklich so meinte. Sie suchte förmlich nach Widersprüchen, einem Anzeichen, Hinweis oder Indiz dafür, dass er sich selbst nicht treu blieb und die Bunte nur mit irgendetwas irreführen wollte.

    Doch ihre Suche blieb ohne Erfolg. Mit einem resignierenden zuklappen ihres Fang, setzte Tyrha sich auf ihre vier Buchstaben, stellte die Vorderpfoten gerade voreinander und schluckte schließlich schwer. Die Präsenz des Rüden verursachte in ihr ein derartiges Unbehagen, dass ihr das Herz immer wieder gegen die Galle schoss. Sie fühlte sich unsauber ertappt, als wäre sie für jeden ein offen zu lesendes Sternenbild, ein Zustand, ja eine Feststellung, die kurz an ihrem Dasein zweifeln ließ. Wenige Herzschläge später, räusperte sie sich und sprach mit unsicherem Tonfall.

    “Nein...gar nicht. Ich schätze deine Gesellschaft...sehr.“

    Hatte sie das gerade wirklich von sich gegeben? Innerlich biss sich die Fähe auf die eigene lose zunge. Sie begrüßte es keinesfalls! Er verunsicherte sie! Stellte sie bloß...irgendwie. Und gleichzeitig auch nicht.....Tyrha schüttelte den Kopf und besann sich kurz.

    “Verzeihung...aber...kennen wir uns irgendwo her?“

    Sie wusste bereits seine Antwort. Sie konnten sich nicht kennen. Nie war ihr ein solches Erdensilber über den Weg gelaufen. Nie hatte sie jemanden mit solch einer angenehmen Wortwahl und Stimmfarbe gehört, geschweige denn ernsthaft kennen gelernt. Erst jetzt, da sie sich dieser Feststellung klar wurde, wich ihre Verwundung und wurde zu dem zurechnungsfähigen Blick, den Tyrha ab und an auf ihren Zügen aufgemalt hatte.

    “Wie ist dein Name, Erdensilber?“

    ergänzte sie und legte den Kopf schief. Vielleicht...wobei..nein. Auch sein Name würde nichts daran ändern. Es war ihr erstes Treffen. Aber Tyr brannte darauf, den Rüden mit Namen anzusprechen.

    ist verwundert, beeindruckt und völligst angetan von dem Fremden | gesteht sich dies jedoch kaum ein

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    Durril

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    BeitragThema: Re: Ein Trugbild, oder das Ende der Welt?   21.10.14 21:41

    Durril legte den Kopf zurück und wand den Blick ab. Einerseits weil es ihm wie gesagt peinlich war sein Gegenüber so unverblümt anzustarren, andererseits weil er auf einmal die Eingebung hatte unnahbar und mystisch wirken zu wollen. Hätte er sich die Frage gestellt was er eigentlich vorhatte, wäre er zu dem Schluss gekommen, dass er die hübsche Fähe die da vor ihm saß beeindrucken wollte. Aber er dachte gar nicht weiter darüber nach, sondern tat einfach was ihm so in den Sinn kam.
    Den Blick zur Gänze abwenden konnte er allerdings sowieso nicht. Von der Seite zu ihr rüber blinzelnd stellte er mit Freude ihre Verwunderung fest und kam sich dabei sehr wichtig und groß vor. Ob man darauf stolz sein sollte jemanden zu verwundern? Egal, wenigsten standen ihr nun Tränen und Trauer nicht mehr ins Gesicht geschrieben, das war doch schon mal was oder?
    Die Musterung ließ Durril Kommentarlos über sich ergehen. Auch wenn er sich nun selbst etwas zu wundern begann. Vor allem darüber, dass sie dazu vor ihm zurückwich. Dieses peinlich berührte, Unwohlsein und dieses totale Wohlbefinden in ihm, ergaben eine explosive Mischung. Sodass der Dunkle gerade selbst keine Ahnung hatte was er als nächstes tun oder sagen würde.

    Als die, noch namenlose Fähe sich räusperte um wieder das Wort zu ergreifen, hatte Durill immerhin den Anstand den Blick wieder in ihre Richtung zu wenden. Oder er meinte zumindest, das es nun nicht mehr als Starren gewertet werden könnte.
    Mit einem angedeuteten Lächeln, von dem er glaubte, dass es lässig wirken müsste suchte er nach ihren Augen, die er holla, dass erste Mal so richtig ansah und sich gleich darin verlor. Eine blaue und eine braune Iris, so einem Wolf war er noch nicht begegnet. Über dies trafen ihn ihre Worte erst recht spät, als der unsichere Tonfall an seine Ohren drang.

    "Verunsichere ich dich etwa?" Kam es schlagartig von ihm und er wirkte dabei überrascht und irgendwie auch etwas gekränkt obwohl ihm das im nachhinein selbst leid tat. Meine dämliche Direktheit, so vergraule ich sie doch nur, ging es ihm sogleich durch den Kopf. Auf ihre Worte die vom Gegenteil kündeten dachte er dabei überhaupt nicht. Und er sah die hübsche Fähe auch schon gar nicht mehr an sondern war gerade ganz damit beschäftigt genervt über sich selbst zu sein. Warum musste das hier auch so verwirrend verunsichernd und angenehm zugleich sein?

    Blinzelnd kam Durril wieder darauf zurück, dass sie ja eigentlich dabei waren ein Gespräch zu führen. Ein Gespräch das zwar immer wieder abbrach und das ihnen offenbar beiden missfiel und wahrscheinlich nur ihm irgendwie eine Wohltat war - aber doch ein Gespräch. Er blinzelte nochmal und zuckte mit den Ohren. Sein Blick war gerade irgendwie ziemlich stumpf.

    "So jemanden wie dir begegne ich zum ersten Mal." Und seine Antwort auch... hätte er doch vorher über seine Wortwahl nachgedacht. Er knurrte leise in sich hinein. Er meinte ihre Fellfarbe, die Musterung... ihre Ausstrahlung. Aber die Worte konnte man auch gänzlich falsch auslegen.
    Durril erhob sich, legte den Kopf in den Nacken, die Ohren an den Hinterkopf die Augenlieder aufeinander. Er spannte seine Muskeln und biss die Zähne aufeinander, bevor er tief Luft holte Augenkontakt aufnahm - er kam sich gerade vor wie von einem anderen Stern - und raus lies was unbedingt raus wollte.

    "Mein Name ist Durril und ich komme mir gerade vollkommen daneben vor. Ich schauspielere blöd rum und mime den Coolen als wär ich irgend so ein aufgedrehter Jungspund. Ich bin total überfordert mit dieser Situation, verunsichert und fühle mich mit dem hier irgendwie unwohl und doch würde ich am liebsten jeden in den Hintern beißen der es sich einbilden würde jetzt dazu zu kommen und mitreden zu wollen." Durril brach ab und seufzte. Schloss kurz die Augen, senkte den Blick und sah abermals zur Seite an seinem Gegenüber vorbei.
    "Und dann verunsichere ich dich auch noch... ach. Bitte sag es mir ins Gesicht wenn ich dich nerve, ich kann damit umgehen." Und so sackte er endlich auf seine Hinterhand zurück. Der Redeschwall war früher abgeebbt als er geglaubt hatte. Eigentlich hätte er noch endlos so weitergehen können... Und jetzt war es vorbei und die Situation fühlte sich keinen Deut angenehmer an. Wäre da nicht doch irgendwie dieses angenehme Wohlbefinden gewesen hätte er längst das Weite gesucht. Aber es war eben da und es verwirrte ihn. Aber egal egal, er hatte ja alles gesagt... außer vielleicht...
    "Erdensilber klingt wunderbar. Es würde dich nicht stören wenn ich das als Titel benutze? Oder als Synonym vielleicht wenn mir mein Name lächerlich erscheint? Das tut er manchmal. Ein Wolf namens Stachelbeere... bin ich etwa ein Komiker? Oder stoße ich alle von mir? So klingt das irgendwie."

    Jetzt war dann aber einmal Ruhe! Er klappte das Maul zu und seine Miene wurde etwas verbissen. Es war Zeit, dass er sie endlich wieder zu Wort kommen ließ! Punkt.
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