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     Kapitel 2: Weltenend

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    Solen

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    BeitragThema: Kapitel 2: Weltenend   16.10.14 23:05

    Die Veränderung in der Welt hatte die Goldene aufhorchen lassen, hatte sie dazu gebracht sich auf zu machen und herraus zu finden was dort vor sich ging. Sollte Ragnarök schon kommen? Eigentlich konnte es noch nicht an der Zeit seien. Måren und Bra hatte sie zurück gelassen, die beiden brauchten keine Dauerbeaufsichtigung mehr.  Solen stand an der Baumgrenze mitten im Tal. Blickte hoch in den Himmel. Es sah so unheilvoll aus so bedrohlich, dass sich etwas in ihrer Brust zusammen zog. Das hatte sie in all der Zeit auf dieser Erde noch nicht gesehen. Jahrtausende lang war sie schon über diese Erde gewandelt und noch niemals sah sie so bedrohlich aus wie heute.

    Beinahe instinktiv dachte sie an Grym, dass war eine Stimmung wie für ihn geschaffen, wie von ihm geschaffen. Die trüben Augen blickten über die Ebene, suchten nach dem schwarzen riesen, der sogar sie überragte. Suchte nach dem Schimmern der roten Augen in der Dunkelheit des Waldes in ihrem Rücken. Der Gedanke an den schwarzen Riesen rief viele alte Gefühle wieder wach. Sie hatten sich geliebt und sie hatten sich gehasst. Sie hatten einander gerettet und sie hatten einander Schmerzen zugefügt. Doch immer noch, nach all der Zeit war da diese Anziehungskraft die sie unweigerlich immer wieder in seine Nähe trieb. Ob sie ihn gerade hasste oder liebte. Es war schon etliche Jahre her, dass sie ihm das letzte mal begegnet war. Er konnte jetzt alles sein. Konnte ein gebrechlicher magerer Wolf sein ohne Zähne der sie kaum noch hörte. Konnte ein verspielter junger Welpe sein, der sich einen Spaß daraus machte die anderen Welpen zu beißen bis sie bluteten. Er konnte aber auch schon wieder ein ausgewachsener Rüde sein, mit stattlichem Körper, wie damals als sie  das erste Mal aufeinander trafen. Die Schöne und das Biest


    Waldgrenze im Tal, sieht in den Himmel, erwartet Grym zu entdecken später nachmittag

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    BeitragThema: Re: Kapitel 2: Weltenend   17.10.14 20:51

    Schwere Schritte halten in den graugrünen Geröllfeldern um das Tal wieder. Breite Tatzen bahnten sich, kaum als mühselig ob ihrer Größe zu beschreiben, ihren Weg über die Hänge, hinab in die weite Ebene des Tales. In der Ferne erblickte ein paar dunkelorangener, schier roter Augen den Baum, welcher seinen Namen rief. Seit ungezählten Zeiten hatten jene Seelenspiegel nicht nur viele Leben, sondern auch mehrfach den Tod erblickt und jene Boshaftigkeit in sich aufgenommen. Seit Jahren schon gleitet der Körper über die Ebenen, fand und verließ verschiedenste Orte. War unerkannt belächelt worden und nur von wenigen als er selbst erkannt worden. Mit Vorsatz. Der schwarze Rüde, welcher in seiner Bewegung oftmals mehr einem Schatten denn einem Wolf glich, genoss das unerkannte Dasein, die überraschenden Wendungen seines Lebens und die allwährende Hoffnung, irgendwann wieder vor seinem Schöpfer stehen zu dürfen um ein neues Leben zu verdunkeln.

    Aufregend und nahrreich war sein Leben bisher gewesen, von wenigen Ruhezeiten bezeichnet und einem Aufschrei an Ehrfurcht gesegnet. Er, welcher auf den Namen Grym zu hören wagte, brachte den Weg nun zur Vollendung. Seine Reise hatte ein jähes Ende gefunden. Von nun an, würde er sich wieder seinem vorgezeichneten Leben, eben jenem widmen, weswegen er geboren wurde. Erneut? Vielleicht. Andernfalls stach sich in das Herz des Rüden eine Klarheit, die beinahe mit Wahnsinn gleich zu stellen war. Und meistens auch als jene gedeutet wurde. Weder Verhalten noch Worte sollten und würden für einen Außenstehenden, einen der nicht seiner Art entsprach, wirklich Sinn ergeben. Und möglicherweise, ja vielleicht... war sein Denken ein Kartenhaus aus Spiegelkarten, die die Fabeln und Gerüchte nur einander entgegen warfen und so keine Option auf eine klare Durchsicht bringen konnte.

    An diesem Abend spürte der Rüde das erste Mal das Gras des Tals Anui. Sanft pendelnde Gräser überzogen die große Ebene, spielten mit dem Wind ein Hasch-mich Spiel und deuteten so blassgrüne Schattenspiele auf dem sich zusammenstobenden Grase an. Der schwarze, hochbeinige Leib überragte jenes Farbenspiel dabei mit einer lächerlichen Einfachheit. Schwer und gezielt schienen seine Schritte zu sein, geradlinig und unfehlbar. Ganz entgegen dem kindlichen Spiel des Windes. Eine heranwachsende Windböhe schob sich plötzlich und mit einer Frechehti gesegnet, die ihm bisher nur selten begegnet war von seiner rechten her heran, durchzog die Grünfläche dann einem Angriff gleich – ehe sie vor dem Rüden aufstob und unter sein dichtes Fell kroch. Sich dabei abmühend, das dicke Rückenfell zu fassen zu bekommen, gelang es jener Böe endlich, die Schemen des Schwarzen noch etwas weiter zu verschleiern und ihn so wie einen stachelbewehrten Höllenhund erscheinen zu lassen – jedoch nur so lange, wie Grym es dem Wind erlaubte. Sich mit einem nahezu sanften Ausfallschritt aus dem Arm des Windes reißend, schnappte der Rüde anscheinend leer um sich. Warf den Kopf seinem dumpfen Gefühl hinterher, zog den Hals hinterher und dem Windgeist, welcher lachend seine Nase umtänzelte. Einfachheit und Strenge standen den Augen aufgeschrieben, ehe sie sich abrupt weit aufrissen, der Geifer aus dem Maul flog und kurz an einer unsichtbaren Gestalt kleben zu blieben schien. Längst hatten seine Vorderpfoten die Erde verlassen, griffen nach dem Ende des Geistes, schlangen sich um ihn und fixierten die Erscheinung vor dem nun vollends aufgerichteten Leibe.

    “Du wirst es nie wieder wagen.“

    sprach die kehlige, wie nach einer Krankheit so rau klingende Stimme, die aus dem vor Zähnen protzenden Maul entsprang. Die schweren Kiefer langsam um die in wilde Gestikulierung ausartende, zappelnde Panik des Geistes schlingend und schließlich zugreifend bis ihm süßlicher Nektartau in das Maul lief, grinste der Schwarze breit ehe ein Schleudern seines Kopfes dem ganzen ein jähes Ende bereitete. Jene Gestalt verpuffte vor seinem Auge in dunkelgraue Schwaden und verflog noch an Ort und Stelle wie Ascheflocken. Das auseinanderstoben einer Windböhe von seinem Punkt an in alle Richtungen gleitend, ließ gekonnte Märchenerblicker kaum noch zweifeln. Für Beobachter anderes Ranges, mochte dies wie ein surreales Bewegungsspiel ausgesehen haben – doch selbst jene, die nicht wirklich zu sehen vermochten, würden kaum ihren eigenen Augen trauen. Zu abstrus war die Haltung des Rüden – so als hatte er sich auf etwas nicht sichtbares gestützt, welches es ihn nun fallen ließ. Zu abnorm sein Verhalten, seine Aura – das Gefühl welches sie hegen würden, wenn sie ihn sahen.

    Grym donnerte derweil auf den schweren Pranken auf. Sein Pelz erzitterte ob der Beendigung seines Falles und hallte noch einige Herzschläge nach. Wie in Zeitlupe ging der Blick des Rüden nun nach links und offenbahrte auf seinem rechten Auge eine tiefe Narbe. Nur wenige Meter neben ihm erblickte er das Licht der Sonne, Solen. Den Goldschatz, welchen er seit ew´gen Zeiten hegte und immer und immer wieder aufsuchte. Ihn verließ und hasste, liebte und ehrte – Verdrängte und im Stich ließ. Längst hatte sie ihn erblickt, längst hatte er ihren Bouquet vernommen – eben dann als er das Dasein des Windes als beendet erklärt hatte. Jenes Zusammenspiel aus der Furcht vor dem „einfachen Verschwinden ohne eine Chance auf Wiedergeburt“ und dem Duft ihrer zarten, ebenso süßlich-bitterschmeckenden Lefzen, ließ Gyrm einen Moment erschaudern und die Rute empor werfen. Erst dann rollte er den Nacken auf und den Kopf zu Brust. Sein Blick schob sich währenddessen aufwärts um die stierend zu beobachten. Ein wahnsinniges Grinsen durchzuckte die Lefzengegend, wanderte bis zu dem langen Wangenfell, scheinbar die Ohren erreichen wollend um so das Gesicht des Rüden in die Abartigkeit zu treiben.

    Er war zurück – eben dann, als die Dunkelheit beschlossen hatte sich seinen Diener wieder beileibe zu tragen: eben dann, als ein weiterer unnützer Mord begangen wurde.

    So, wie er einst geboren wurde, als der erste Mord der Daseinsgeschichte stattgefunden hatte.


    betritt das Tal | Wind | bestiert Solen

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    BeitragThema: Re: Kapitel 2: Weltenend   20.10.14 16:22

    Sie hatte den Kopf herum gerissen. Hatte seine Anwesenheit spüren können. Ein seltsames Schauspiel bot sich ihr als er einen der Windgeister auslöschte, der es gewagt hatte an seinem Fell zu zerren und ihn zu ärgern.  Ein kaum sichtbares Lächeln schlich sich auf die Lefzen der Sonnenfähe und ganz dacht begann ihre Rute zu pendeln. Es war lange her, dass sie ihn gesehen hatte.  

    Als sie sich das letzte Mal vor fast 4 Jahren gesehen hatten war er, wie er es nur selten war,  liebevoll zu ihr gewesen. Sie waren mehrere Monate gemeinsam gereist. Hatten das Himmelsleuchten betrachtet. Hatten gemeinsam gejagt. Hatten Måren und Bra gemeinsam umsorgt. Es war so familiär gewesen wie schon seit einem ganzen Zeitalter nicht mehr. Selten waren sie so innig mit einander gewesen und dann, eines Tages war er einfach verschwunden.  Sie aber, so enttäuscht wie sie jedes Mal war, wenn er einfach verschwand hatte sich in all den Jahrtausenden an sein Wesen gewöhnt. Es war eben seine Natur, er war kein Rüde der sich sein Leben bei denen Verbringt für die er alles sein sollte. Es zog ihn immer wieder weg von ihr, weg von „seiner Sonne“ weg von Måren und Bra. Und auch sie selbst wurde von Zeit zu Zeit wie magisch weg gerufen, irgendetwas trieb sie an. Ließ sie nicht mehr rasten. Dann verließ sie den „Rufenden Baum“. Immer wenn Mårens und Bras Körper verfielen. Doch kehrte auch sie immer wieder hierhin zurück und auch ihn zog es immer wieder zu ihr zurück.
    Immer vereint und ewig getrennt waren die beiden.

    Sie hatte ihn mit ihren trüben Augen fixiert, musterte seinen schwarzen Pelz eingehend. Die Narbe war ihr direkt ins Auge gestochen. Wo er sie wohl her hatte. Selten hatte es ein Wolf geschafft, den riesigen Schwarzen zu verletzten, geschweige denn hatte es überhaupt je einer gewagt ihn überhaupt anzugreifen und so vielen Wölfen waren sie auch nie begegnet. Hielten sich immer im Hintergrund. Sie machte einen Schritt auf ihn zu. Noch immer pendelte ihre Rute sachte hin und her.

    „Grym…“


    Betrachtet Grym | spricht ihn an

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    BeitragThema: Re: Kapitel 2: Weltenend   20.10.14 22:55

    Viele Herzschläge vergingen, ehe Solen seinen Namen in den Fang nahm und endlich aussprach. Als wenn er darauf gewartet hatte, warf er den zu einer Fratze verzogenen Schädel empor und ließ ein kehliges und unrundes Heulen ertönen. Er wollte seinem Auftritt nicht etwa die nötige akustische Untermalung darbieten – nein. Vielmehr war eben jenes Heulen ein Ausruf seiner Präsenz. Seines Daseins – eine Aufforderung und Abschreckung zugleich. Dieses Tal, diese Fähe und alles was sich darin befand, gehörte ab sofort ihm. Wieder einmal und schon wieder seit ew´gen Zeiten – zum ersten Mal in seinem, diesem Leben.
    Den Kopf senkend und nun in einem großen Bogen um die goldene Fähe mit diesem abartig scheinenden, schönen Pelz schreitend bürstete sich sein langes Nackenfell wie Dornen auf, wurde jedoch von keinem der anwesenden Windgeister mehr angetastet. Ein Wabern und Vibrieren durchzog ihm folglich Leib und Seele, als er nun ihren Namen sprach und mit steif verdrehtem Nacken und schief gelegter Fresse seinen Bogen unterbrach und nun frontal auf sie zuschritt.

    “Solen.“

    Ebenso wie sein Heulen, waren auch seine Worte kehlig und von ebenso dunkler Stimmfarbe wie sein Pelz, trugen aber eine Art Vertrautheit mit sich die bloß an der Art wie er das Wort beendete zu erkennen war. Viel zu nahe war er an sie heran geschritten – so nah, dass er ihren Atem und die Leibeswärme, welche sie ausstrahlte spüren – ja beinahe kosten konnte. Und fast so, als würde er es nicht wagen wollen sie zu berühren, zog er seine Nase gen Brustmuskeln als er weiter auf sie zuschritt. Längst hatte er seinen Kopf über den Ihren gehoben und die Rute steif nach oben geschlagen, ehe er ein tiefes Grollen erklingen ließ.

    “Hast du mich vermisst, micht vergessen oder nicht nach mir suchen wollen? Hast du meinen Tod gewünscht oder mir neues Leben versprochen?“

    So startete er ihre Unterhaltung, wie er es immer tat – nur um fest zu stellen, auf welchem Niveau und in welcher Verfassung sich die Fähe diesmal befand. Jenes Grollen, welches seine Worte nun beinahe übertönte hatte, ebbte kurz ab als seine Nase das Fell die Sonnenfähe fand und schließlich in das Nackenfell über ihren Ohren drang. Beinahe zaghaft zog sich dabei sein Maul auf. All dies geschah in solch einer Geschwindigkeit, das wohl jedes beinlose Wirbeltier diese Bewegung zu einem Marathon gemacht hätte. Grym jedoch konnte es nicht wagen, der Spannung die er sich gerade unterwarf freien Lauf zu lassen. Zu gierig sein Verlangen – zu ungestüm sein Handeln, wenn er Solen nach solch einer Zeit wiedersah.

    .oO( Zu...grymmig?)

    ...dachte er bei sich selbst und fiel plötzlich in leises Lachen. Ähnlich wie nach einem schweren Husten klang es brodeln und beinahe abgehoben, verlor jedoch durch die aufhellende Tonlage irgendwie nicht an Charisma. Die nun folgenden sanften Schritte, welche seinen Leib wendeten und neben den ihren stellten, erfolgen deutlich schneller und fast wie einstudiert - allerdings ebenso erhaben wie sein gesamtes Auftreten an diesem Abend.
    Jene Fratze verließ schließlich langsam sein Gesicht und mit einem schweren Stöhnen ließ Gyrm von dem Nackenfell der Fähe ab. Ein behäbiges Lecken über die Lefzen ließ ihn erschaudern. Der Geschmack ihres Daseins, ihr Duft, ihre Anwesenheit kurbelten den sonst so impulsiven Rüden mit solch einer Unverschämtheit herab, dass es beinahe lächerlich einfach wirkte. Und nun, da er seinen Leib gegen den ihren presste und noch einmal zu einigen Worten aufholte, ehe er sich auf sie warf und zu Boden drückte, war eines ganz deutlich zu erkennen. Grym gehörte zu dieser Fähe. Ob er wollte oder nicht.

    “Schweig still Sönnenfäh´, dein Gebieter ist dir heimgekehrt.“

    Ein neckisches Grinsen erhellte die Züge des Schwarzen. Wenn es so nur immer bleiben würde.

    benennt sie beim Namen und bemächtigt sich Ihrer

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    BeitragThema: Re: Kapitel 2: Weltenend   20.10.14 23:52

    Es war wie jedes Mal.  Altbewährte und geliebte Routine. Fast wie ein Ritual das er jedes mal durchführte  wenn er zu ihnen zurück kehrte. Sein Ruf ging ihr durch Mark und Bein, ließ sie erschaudern und jagte ihr einen wohligen Schauer durch den Körper. Wie in all den Leben zuvor umkreiste er sie, betrachtete sie, als würde nach Veränderung suchen und wie jedes Mal fragte sie sich ob es gut war dass sie noch immer genauso aussah wie damals als die Sonne das erste Mal die Erde berührte. Noch immer erstrahlte ihr goldener Pelz und noch immer leuchteten die trüben grünen Augen und nichts hatte sich an ihr verändert.  Doch er sah auch dieses Mal nicht so aus wie sie ihn verlassen hatte. Eine lange Narbe zog sich über seine Schnauze bis über sein Auge. Sie musterte die Narbe die ihn nicht entstellen konnte.

    Er sprach ihren Namen und in all den Leben die sie gelebt hatten hatte sich nichts verändert. Ihr Herz überschlug sich und  ein unbeschreibliches Gefühl durchfuhr sie. Egal was passiert war egal was sie einander angetan hatten. Er und sie, sie würden für immer eins sein. Nichts auf dieser Welt und in allen anderen vermochten sie zu trennen.


    “ Ich vermisse dich jede Minute, Sekunde die du nicht bei mir bist, aber was bringt es einen freien Geist wie du es bist zu suchen, ich würde dich nicht finden, wenn du nicht von mir gefunden werden willst. Und wie kann man vergessen wofür man geschaffen wurde? Wie kann man dem den Tod wünschen ohne dessen Leben das eigene an Bedeutung verliert?“

    Kam es mit melodischer, weicher Stimme aus ihrem Fang während sie den Schwarzen weiter betrachtete und er noch immer die Runde um sie zog ehe er sich über sie stellte und sich seine Schnauze in ihrem Nackenfell vergrub und er schließlich zupackte um sie zu schmecken. Sie konnte seine Anspannung spüren und war fast ein wenig verwundert, dass er  wieder von ihr abließ um sich neben sie zu stellen.  Er erschauderte als er sich die Lefzen leckte und die Miene der Goldenen hellte sich auf, auch er war in diesem Leben wie in dien vielen davor Ihrer und schien sie eben so vermisst zu haben.

    In fast dem gleichen Augenblick wurde sie von einem fast grinsenden Grym umgeworfen. Lachend lauschte sie den Worten des Übergeschnappten und reckte sich um über seinen Fang zu lecken. Immer wieder blieben ihre Augen bei dem Gerangel an der Narbe in seinem sonst so makellosen Gesicht hängen und mehr und mehr fragte sie sich wer es geschafft haben mochten diesem, ihrem Riesen eine solche Verletzung zuzufügen!


     begrüßt Grym|| Antwortet ihm in gewohnter Art und Weise | freut sich ihn wieder zu sehen

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    BeitragThema: Re: Kapitel 2: Weltenend   23.11.14 17:07

    Seine Augen wanderten an dem Leib der Sonnenfähe auf und ab, verschluckten dabei jede Windung und Welle ihres Felles und labten sich an den feinen aber doch für ihn zu erkennenden Unebenheiten. Als sie endlich eine Antwort auf seine schnippische Frage gab, kehrte das Grinsen auf seine Lefzen zurück, welches er erst Momente zuvor verloren hatte. Ihre Zunge, welche nun auch über seine rauen Lefzen strich, ließ ein Knurren ertönen, welches in Intensität und Lautstärke wabernd zu- und abnahm, sich schließlich beinahe verkroch und erst mit seinen nächsten Worten unterschwellig an Kraft wieder zunahm.

    “Endlich wahre Worte, Solen. Du hast mit der Zeit gelernt, deinem Sinn für Bedrängnis Einhalt zu gebieten. Ich bin stolz auf dich.“

    Seine Stimme glich zu Ende hin schier einem tanzenden Donnern, verebbte aber als er abermals seine Schnauze in dem Fell der Goldenen versenkte und ihren Duft noch intensiver in sich aufnahm. Hitzewellen und heiße Blutströme durchzogen seinen Leib und Verstand.... und wenn er nicht besser um seine Bestimmung gewusst hätte, wäre er der Fähe wohl spätestens jetzt an den Kragen gegangen, hätte begonnen sich in ihrer Haut wohl zu fühlen oder ihr ein Geschenk zu hinterlassen.
    Gerade erst die Selbstherrschung predigend, richtete sich auch Grym nun nach dieser und entriss seinen Kopf ihrem Fell, ohne jedoch der Goldenen dabei auch nur ein Haar zu krümmen. Ihre letzten Worte hallten in seinem vor Krankheit zermarterten Hin wieder und bahnten sich ihren Weg durch seinen Fang hinaus.

    “Wofür man geschaffen ist. Dein Leben ohne mich... ohne Bedeutung. Baby, ich wäre ohne dich genauso bedeutungslos.“

    ein kurzer Augenblick des Eingeständnisses, des Zugeständnisses – der Zugehörigkeit. Selten sah man den Pechswolf derart einräumen, so offen sprechend. Und fast so, als fühlte er sich ertappt in dem was er da von sich gegeben hatte, ließ er von der Goldenen ab, setzte sich über die Fähe  und verzog die Lefzen zu einem hämischen Fletschen. Solen würde wissen, dass diese Mimik nicht ihr gelten würde. Viel zu oft verzog Ghrym sein Gesicht um dem eigenen Denken und Laben an diversen Tatsachen Einhalt zu gebieten – würde er jeden Gedanken sprechen und nach außen tragen hätte er längst Leben und Verstand gelassen, bedenke man ob der tragischen Gedankengänge selbst, die er des Öfteren zu spinnen vermochte. Zu verworren für all jene, die um ihn tanzten, selbst für Solen, die seinen Veitstanzparter seit mehreren Jahrhunderten beschrieb.

    For the Dancing and the Dreaming.

    Gyrm:
    I'll swim and sail on savage seas, with ne'er a fear of drowning,
    And gladly ride the waves of life, if you will marry me,
    No scorching sun nor freezing cold, will stop me on my jour-ney
    If you will promise me your heart and love....

    Solen:
    And love me for eternity, my dearest one my darling dear
    Your mighty words astound me, but I've no need of mighty deeds,
    When I feel your paws around me...

    Grym:
    But I would bring you rings of gold, I'd even sing you poetry [Solen: Oh, would you?]
    And I would keep you from all harm, if you would stay beside me.

    Solen:
    I have no use for rings of gold, I care not for your poetry
    I only want your hand to hold

    Grym:
    I only want you near me

    BOTH:
    To love to kiss to sweetly hold, for the dancing and the dreaming
    Through all life's sorrows and delights, I'll keep your love inside me
    I'll swim and sail on savage seas with ne'er a fear of drowning
    And gladly ride the waves of life....If you will marry me


    Die Pfoten nun rechts und längst neben ihr in den Boden stemmend, erlosch sein Fletschen und ließ ein entspanntes, nun nicht mehr vor Aufregung brodelndes Gesicht zurück. Sanfte Blicke, beinahe monoton anzusehen im Vergleich zu dem was er sonst von sich gab, stierten nun gen Solen herab und rotes Bernstein sog die grünen  Leerseelenaugen zu sich herab. Blicke fanden sich, Mäuler lagen nebeneinander und Zungen, Lefzen und Zähne berührten einander in einer Weise, wie nur sich liebende..oder hassende Wölfe zu küssen pflegten.


    antwortet Solen | hängt seiner Lust nach | beruhigt sich schließlich

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    BeitragThema: Re: Kapitel 2: Weltenend   19.02.15 14:10

    Das ist Liebe!
    Wenn jedes Wort auf meiner Zunge,
    Wenn die Sonne auf der Haut gefriert!

    Das ist Liebe!
    Wenn der Kopf nur noch den einen,
    Nämlich Deinen Namen buchstabiert!

    Das ist Liebe!

    "Ich habe aufgehört dich nötigen zu wollen. Es macht keinen Sinn jemanden anzuketten der sich eine Pfote abbeißen würde um davon zu kommen nur um irgendwann zurück zu kommen!"

    Lachte sie und genoss so gleich die seltenen und mehr als liebevollen, von Sehnsucht und Leidenschaft gesteuerten Gesten. Sein Knurren hatte früher Angst und Lust in ihr ausgelöst, heute war da nur noch Lust. Gierige Sehnsucht nach dem Rüden der so zerfressen war von Wahnsinn, Lebenslust, Selbsthass und Größenwahn.  Die nächsten Worte die seinen Fang verließen ließen ihr Lachen nicht verebben.

    “ Seit tausend Jahren sind wir sinnlos ohne einander und auch wenn ich es weiß und auch wenn du es weißt ich werde nicht müde es zu sagen. Wer weiß, wann ich dich das nächste mal wieder sehe.“

    Hauchte sie nun Sekunden bevor sein Fang ihren berührte. Bevor sich Zähne aneinander rieben und Zungen einander liebkosten.  Sie drängte sich an seinen Leib. Zog seinen herben Duft tief in sich ein.  Gierig verbiss sie sich in seinem Brustpelz. Fest genug um ihn zu sich zu ziehen und ihn fest zu halten. Locker genug um ihn nicht zu verletzten.  Ein leidenschaftliches Knurren drang aus ihrer Kehle. Drängend und Fordernd.

    lässt sich mitreißen, gibt sich hin

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    BeitragThema: Re: Kapitel 2: Weltenend   21.02.15 19:28

    Das Knurren des Fähe hinnehmend, fast so als wäre es für ihn die Gleichgültigkeit selbst, liebkoste der Rüde weiter seine Fähe. Der süße Geschmack, welcher nun Maul und Seele des Hünen erquickten, kurbelten Grym derart herunter, dass sich nicht nur sein Fell an den Körper legte, sondern auch endlich sein guter Verstand zurück in sein Hirn glitt und den stieren Blick aus seinen Augen nahm. Mit nun gleichmäßigen Atemzügen und wohlgeformten Bewegungen, platzierte er sich nahe neben die Goldfarbene und sog abermals ihren Duft in sich auf.
    Erst der Schrei seiner Raben, ließ das Küssen abebben und ihn zu einem Blick gen Himmel hinreißen. Es war keine wirkliche Aufmerksamkeit, die er dem Vogeltier schenkte.... durchaus jedoch eine Art Achtung. Zu lange hatte seine Seele sich von diesen Wanderern leiten lassen, zu oft hatte er ihren Stimmen gefolgt. Und nun, da sie ihn mit hier her begleitet hatten, obwohl erstmals er das Ruder in die Pfoten genommen hatte – wunderte es ihn beinahe, dass sie nicht viel eher um Beachtung drängten. Mit einigen wenigen Flügelschlägen brachten sie sich auf dem Rücken des Rüden nieder, beäugten kurz Solen neben ihm und putzen schließlich wie in stiller Absprache ihr Gefieder.

    “Ich werde nicht mehr gehen. Meine, vielleicht auch deine Zeit neigt sich dem Ende entgegen.“

    Nie zuvor hatte er Worte dieser Sinnhaftigkeit und Prägnanz in den Fang genommen. Und noch nie hatte er Solen nicht angesehen, während er sprach.

    “Die Raben führen nicht mehr. Sie folgen.“

    ergänzte er und sah schließlich zu der Sonnenfäh´.



    Bringt neue Tatsachen auf die Bildfläche

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    BeitragThema: Re: Kapitel 2: Weltenend   06.03.15 14:16

    "Wir wussten, dass wir die Zeit nicht überdauern würden mein Liebster und doch, ist die Zeit noch nicht ganz vergangen die uns zugeteilt wurde, wir haben noch eine Aufgabe und Måren und Bra werden anders als wir die Zeit überdauern!“ sagte sie und klang ruhiger als Andere die wusste, dass ihre Existenz enden würde. Ihr Kopf legte sich an seinen und die trüben, grünen Augen schlossen sich. Als sie die Augen wieder öffnete blickte sie direkt auf die lange Narbe die sein Gesicht nicht entstellen konnte. “Sag mein Liebster, was ist passiert, dass dich jemand verletzten konnte!“

    Sie konnte sich noch gut daran erinnern wie sie das letzte mal beisammen gewesen waren, wie sie auch hier unter dem Baum gelegen hatten. Unendliche Seeligkeit erfasste die Goldene mit einem mal und auch wenn sie wusste, dass seine Antwort ihre Ruhe zerstören würde so genoss sie einen Augenblick diesen Frieden. Auch wenn Ragnarök kam dieser Moment war das friedlichste und so voller Liebe wie es schon lange nicht mehr zwischen ihnen gewesen. Unendlich kostbar und sicher einer der letzten in dieser Welt bis sie endlich mit den Göttern wieder durch Walhalla laufen konnten wie sie es schon früher getan hatten.

    Nach einer gefühlten Ewigkeit öffnete sie die Augen wieder um ihn anzusehen. Er war ihr noch immer eine Antwort schuldig und sie war wirklich interessiert, wer oder was es geschafft hatte IHM so etwas zuzufügen.

    Genießt die Zweisamkeit mit ihm will wissen woher die Narbe kommt

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    Kapitel 2: Weltenend

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