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     Kapitel 1: Die Hatz des Lebens

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    Keyân Sareq

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    BeitragThema: Re: Kapitel 1: Die Hatz des Lebens   25.06.14 12:54

    Belustigt beobachtete der kleine Rüde die abweisende Reaktion die der Graue ihm entgegen brachte. Och je, war er jetzt beleidigt, weil er nicht mehr der einzige Hahn im Korb war? Armes Kerlchen. Amüsiert grinste Sareq vor sich hin und beachtete diesen bärenhaften Rüden gar nicht weiter. Sollte er halt schmollen wenn er wollte, war ja nicht sein Problem. Die hübsche, gesprächige Fähe war sowieso um Längen interessanter. Gerade lachte sie ausgelassen über seine zuvor gesprochenen Worte. Es war ein schönes Lachen.. und ansteckend, sodass er nicht anders konnte als leise zu glucksen.

    „Erstaunlich wie das Schicksal manchmal so spielt, nicht wahr?“

    Immer noch stand das ¬– für ihn sehr typische – amüsierte Funkeln in seinen unterschiedlich gefärbten Augen. Als er das Gespräch jedoch auf das Rudel lenkte, wirkte sie irgendwie verlegen. Erneut befreite sich ein leises Lachen aus seiner Kehle. Niedlich wie sie sich wand. Dabei musste ihr das doch nicht unangenehm sein.. er hatte doch selbst kein Rudel. Sie war wenigstens im Besitz eines Reviers.

    „Keine Anführerin?“

    Erstaunt hob er seine Brauen und ließ den Blick ein weiteres Mal prüfend über den Körper der Fähe wandern, bis er wieder in ihren unterschiedlich gefärbten Iridren landete.

    „Das überrascht mich.. diese Position würde dir gut stehen“

    Seine Augen huschten erneut zu dem Riesen, der ihm nun den Rücken gekehrt hatte. Ein leicht spöttischer Unterton schlich sich in seine Stimme.

    „Immerhin besitzt du den Anstand Fremde zu begrüßen, das ist schon mal ne gute Grundvoraussetzung“

    Ihre Aufforderung folgend begab sich nun auch Sareq in den wärmeren, trockeneren Teil der Höhle und schüttelte sich erneut, wodurch sein langes Fell zerzaust in alle Richtungen abstand. Als er den undefinierbaren Blick des Hünen auf sich spürte konnte er sich ein breites Grinsen nicht verkneifen. Vergnügt zwinkerte er ihm zu – alleine um ihn ein bisschen zu ärgern – und wandte sein rotweißes Gesicht dann wieder Tyrha zu, die es sich auf einer Wurzel gemütlich gemacht hatte. Er tat es ihr gleich und rollte sich eine Wolfslänge von ihr entfernt auf einem Baumstumpf nieder, sodass er alle – vor allem den Brummbären, der ihm wohl nicht so wohl gesonnen war – gut im Blick hatte.

    [spricht mit Tyrha | findet Brandur amüsant | folgt der Aufforderung von Tyr]
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    BeitragThema: Re: Kapitel 1: Die Hatz des Lebens   25.06.14 13:59

    Brandur Rekation, auch wenn er sie noch so sehr zu vermeiden schien, trieb Tyrha abermals die Schamesröte unter ihr Fell. Sie sollte sich an den Anblick gewöhnen...denn momentan machte keiner der Wölfe Anstalten, diesen Ort zu verlassen.
    Das sich der Hüne jedoch fast schon provokant von ihnen wegdrehte und somit die kalte Schulter präsentierte, schmeckte der Bunten eher weniger. Eigentlich hatte sie gehofft, der Hüne würde sich an dem Gespräch beteiligen – alleine schon um seine durchdringende Stimme wieder zu hören. Sie mochte diesen rauen Klang...und ein Stück weit hatte sie sich an diese Vibration und seine Selbstgefälligkeiten gewöhnt. Sie sogar in der kurzen Zeit etwas lieb gewonnen. Um sich selbst von ihrem stierenden Blick auf den Grauen loszureißen und wieder Sareq ihre Aufmerksamkeit zu schenken, gähnte die Braunte völlig unverfroren und sah nun zu dem Halbgesicht, der einige Worte an sie gerichtet hatte.

    “Danke, Sareq!“

    lachte sie und warf dabei den Kopf wieder zur Seite. Der Rüde verstand es, sich bei Neulingen gut zu stellen, er war ein echter Charmbolzen. Tyrha ließ sich diese Gefälligkeiten wie süßen, zähflüssigen Honig die Kehle herabgleiten. Sollte er ihr doch ein wenig Nettes erzählen, der Tag war schon aufreibend genug gewesen. Und wenn er es wirklich so meinte wie er es sagte: umso besser. Aber das würde sie Fähe später herausfinden. Ohne weiter darauf einzugehen verlagerte Tyrha den Gesprächsschwerpunkt nun auf den Tag an sich.....auf die Ursi.

    “Sag mal Sareq...“

    sprach sie ruhig und sah dabei zu dem Hünen, fast so als wollte sie sehen, ob er sich zumindest jetzt in das Gespräch mit einbrachte.

    “...wir mussten heute ein Bärin töten. Brandur hat sie in dem Flussdelta ertrinken lassen und dabei ganze Arbeit geleistet. Danke dafür, Brandur!“

    meinte sie anerkennend und sah erst dann wieder zu Sareq.

    “Sie war krank. Erblindet, wirr im Geist und ihr Fell schmeckte bitter nach Verwesung. Sind dir auch schon andere kranke Tiere über den Weg gelaufen? Von dem kleinen Revierstreit hier mal abgesehen: wenn noch mehr kranke Tiere durch die Lande ziehen, trete ich mein Revier gerne an dich ab, Brandur.“

    Ihre Stimmfarbe hatte eine Härte angenommen, die man von der sonst so leicht redenden Fähe kaum erwartet hätte. Aber sie meinte es wie sie es sagte: sollte das Land verseucht sein, wäre es für Tyrha kein guter Platz zum leben und sie ging lieber auf Nummer sicher, als hier Wurzeln zu schlagen und Energie zu investieren und im Nachhinein festzustellen, dass alle Mühe umsonst gewesen war.
    Bei dem Gedanken an das bittere Bärenfell, stieg die Übelkeit im Magen der Fähe wieder auf und ließ sie laut schmatzen. Wiederlich!

    [lässt sich von Sareq Honig ums Maul schmieren | lenkt dann das Gesprächsthema]

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    BeitragThema: Re: Kapitel 1: Die Hatz des Lebens   25.06.14 14:30

    Geradezu starr und ohne Emotion erwiderte Brandur den Blick der Fähe. Sie schien verlegen ob seiner abweisenden Reaktion. Es interessierte ihn nicht. Und auch, als sie sich dafür bedankte, dass er die Bärin ausgeschaltet hatte, veränderte sich seine Miene nicht. Und das eine konnte er sich dann doch nicht verkneifen. Nämlich ein etwas selbstgefällig klingendes:

    Kinderspiel.

    Und wirklich schwierig war es ja nun wirklich nicht gewesen – dank der Tatsache, dass die Ursi völlig verwirrt gewesen war… Aber um ehrlich zu sein, vielleicht wäre sein Wahn auch groß genug, sich mit einer Bärin anzulegen, die bei klarem Verstand war…
    Der Rüde schleimte derweil herum, dass er beim aufstehen vielleicht darauf achten sollte, dass er nicht ausrutschte. Dagegen war eine Nacktstecke staubtrocken.
    Aber auch das war nichts, dass ihn aus seiner Gleichgültigkeit hätte rütteln können. Genauso wenig wie das Grinsen in seine Richtung , oder das Zwinkern. Brandur starrte ihn nur aus schwarzen Augen an. Sollte er sich doch amüsieren, wenn er sonst nichts hatte, dessen er sich erfreuen konnte.
    Derweil überlegte der Graue jedoch, ob das Halbgesicht mit der Aussage recht hätte, Tyrha würde eine gute Anführerin abgeben. Wie viel dahinter steckte, konnte man sich ja sowieso denken, zumal er sie gerade vielleicht zwei Minuten ansah – aber Brandur kannte sie nun zumindest ein wenig länger, hatte mehr von ihr gesehen. Und seine Entscheidung war ‚Nein‘ zumindest nicht so, wie sie sich heute benahm. Sie war tough und sie war klug, aber sie war zu sprunghaft in ihrer Stimmung. Unter solchen Schwankungen konnte ein Rudel leiden, vermutete er zumindest. Vielleicht wenn sie einen Ruhepol hatte, der sie erdete. Sein Blick wanderte zu Stygma. Wenn die so ruhig war, wie sie zu sein schien, war sie dafür vielleicht die Richtige. Bis zu dem Punkt, an dem ihre Labilität zur Geltung kam. Aber vielleicht konnte Tyrha ihr an dieser Stelle den Halt geben den sie brauchte.
    Röchelnd und ächzend kroch seine Vernunft in sein Hirn zurück und schnappte erst einmal ein Weilchen nach Luft, bevor sie anmerkte, dass das hier nicht der richtige Ort für ihn war und ihn daran erinnerte, dass er nur sehr schwer bis überhaupt nicht mit anderen Wölfen zusammen leben konnte, sobald sich sein eigener Wahn zu Worte meldete.
    Die Obsidianaugen wandten sich zum ersten Mal seit er sich hingelegt hatte von den anderen Wölfen ab zum Eingang der Höhle. Sein Weg hier raus. In seinen Pfotenballen juckte es bereits. Er würde nicht mehr lange bleiben.
    Doch die Unterredung über die Seuche, die sich vielleicht hier ausbreitete, zog dann doch wieder seine Aufmerksamkeit auf sich. Logbrandur schnaubte, als Tyrha meinte, sie würde ihm das Revier dann gerne überlassen. Er würde es nehmen. Er würde schon einen Weg finden, damit zurecht zu kommen. Und wenn nicht, wenn er sich infizierte… na dann interessierte ihn das ja auch nicht mehr.

    [Völlig gleichgültig Tyrha & Sareq gegenüber | Grübelt | schweigt still]
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    Keyân Sareq

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    BeitragThema: Re: Kapitel 1: Die Hatz des Lebens   25.06.14 19:15

    Ein wenig überrascht stellte der rotweiße Rüde fest, dass die Fähe ihn ausschließlich bei seinem zweiten Namen nannte. Bisher hatte man ihn entweder Keyân oder aber Keyân Sareq gerufen, nur um ihn an seine ‚Gräueltat‘ zu erinnern.. und daran, wo sein Platz war. Es war also eine angenehme und durchaus willkommene Abwechslung.. und eine Eigenart die Tyrha gerne beibehalten durfte. Insgesamt war der erste Eindruck dieser Bande durchaus positiv. Auch wenn einer der Anwesenheit nur im Abseits lag und ein anderer den Griesgram vom Dienst spielte. Das war alles Nebensächlich. Niemand hatte bisher Angst gezeigt. Niemand hatte sich vor seinem Erscheinungsbild gefürchtet oder hatte es auch nur erwähnt. Auch wenn Sareq es sich selbst nicht eingestehen würde, so war ihm doch ein kleiner Stein vom Herzen gefallen. Mit ungemildert fröhlichem Lächeln lauschte er der Frage, die Tyrha an ihn stellte.. und stutzte kurz. Kam ihm das nur so vor oder versuchte die hübsche Fähe gerade mit allen Mitteln die Aufmerksamkeit von dem Hünen zurück zu bekommen? Sareq musste sich auf die Zunge beißen um nicht loszulachen.. doch ein leises Glucksen war nicht zu verhindern. Das war ja fast schon süß. Mit vor Vergnügen funkelnden Augen wandte er sich wieder dem Gestreiften zu.

    „Du hast also eine Bärin getötet? Faszinierend.“

    Schelmisch grinsend betrachtete er den desinteressiert wirkenden Rüden, der es als ‚Kinderspiel‘ abtat.

    „Nun.. bei deiner Größe wird dir so ein Kämpfchen natürlich keine allzu schlimmen Schwierigkeiten bereiten, nicht wahr? Wahrscheinlich hat die Bärin sogar noch zu dir aufsehen müssen“

    Nein, nicht einmal bei so einem Thema konnte der kleine Mutant ernst bleiben. Schon gar nicht bei so einem Thema. Ohne das Lächeln von seinen Lefzen zu nehmen wandte er sich nun wieder an Tyr, die ihn mit sorgenvoll gerunzelter Stirn betrachtete. Ach je.. da hatte wohl jemand wirklich Angst das Revier an den schwarzäugigen Teddy abzugeben.

    „Oh ja.. ich habe sehr viele kranke Tiere auf meinem Weg getroffen“

    Hm, vielleicht sollte er das lieber erklären, bevor die Fähe noch einen Herzkasper bekam. Er hatte wahrlich viele kranke Individuen getroffen, aber auf ganz andere Art und Weise.

    „Doch es war eine andere Art von Krankheit, als die du beschreibst. Engstirnigkeit war wohl das häufigste Symptom.“

    Obwohl sein Gesicht immer noch von einem Lächeln erhellt wurde, hatte seine Stimme einen leicht resignierten Ton angenommen. Vorurteile, Engstirnigkeit und blinder Hass waren wirklich eine schlimme Seuche.

    [bemerkt Tyrhas Blicke zu Brandy | findet es einfach nur witzig | labert Brandy voll | antwortet auf die Frage nach den kranken Tieren]

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    Tyrha Smýdur

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    BeitragThema: Re: Kapitel 1: Die Hatz des Lebens   25.06.14 19:51

    Sich schweigend die Sticheleien des jungen Rüden ansehend, verlor sich Tyrha wieder ein wenig in den eigenen Gedanken. Versuchte jedoch den Worten des Halbgesichts zu folgen. Er versuchte es auf jede erdenkliche Art und Weise den Hünen aus seiner Reserve zu locken...aber wieso? Leicht amüsiert den Kopf schwenkend, beschloss Tyrha das es vielleicht das Beste wäre, ihn einfach in Ruhe zu lassen, genauso wie sie die Karamellfarbene vorerst in Ruhe ließ. Vielleicht sollte sich Sareq dessen genauso annehmen. Aber Tyrha hatte weder Lust noch Elan den Spaßvogel zu ermahnen. Als Sareq nun von „seinen“ Kranken Tieren sprach, wurde die Bunte hellhörig und spitze die Ohren. Die folgende Erklärung ließ eben jene aufgestellten Ohren jedoch schnell wieder etwas entspannen.

    “Oh, gut. Nun dann....werde ich wohl vorerst doch hier bleiben!“

    spaßte sie erleichtert und drehte sich umständlich auf den Rücken, ließ die Hinterläufe über den Wurzelbogen hängen und streckte die Vorderläufe weit in die Höhe, ehe sie den Kopf zu den beiden so unterschiedlichen Rüden fielen ließ. Sie betrachtete die beiden eine ganze Weile, ehe sie schmunzelte, den Blick nachdenklich verzog und zu der Fähe sah. Dann wieder zurück zu Sareq...dann auf Brandur. Und schüttelte abermals den Kopf – schwieg sich jedoch über ihre Gedanken vorerst aus.
    War doch alles nicht ganz normal....ein jeder der hier in der Runde saß oder rumlag hatte eine derart schön-absonderliche Fellfarbe, dass es Tyr ein Lächeln auf die Lefzen zauberte.

    “Wir sind ja ne´ bunte Truppe....“

    sprach sie dann völlig aus dem Gedankenkontext heraus und führte den Rest ihrer Gedanken still weiter. Nicht nur die tollen Felle, auch ihre Charaktere schienen derart unterschiedlich, dass es fast schon kein Fatum mehr sein konnte. Der ganze Tag war ohnehin schon ein einziger Wust an merkwürdigen Zufällen. Den Gedanken gerade so zu ende bringend, erleuchtete plötzlich ein helles Licht das draußen wütende Gewitter, gefolgt von einem dumpfen Knall, der die Erde zwischen den Wurzeln von der Decke rieseln ließ. Tyrha wäre beinahe vor Schreck von ihrem Wuzelgeflecht gefallen, hätte sie sich nicht schlagartig auf die Seite gedreht und sich an eben jenen festgekrallt. Nicht Furcht, sondern eine Art Empörung war ihr auf das feine Gesicht geschrieben.

    “Was ist denn jetzt los?“

    fragte sie offen in die Runde und sah zum Höhleneingang. Der Regen hatte schlagartig ausgesetzt. Kurz die Ohren vorwerfend, sprang sie in einem Riesensatz von ihrem Platz, rannte zum Ausgang und blieb dort, den Kopf zum Himmel gerissen stehen.

    “Das müsst ihr euch ansehen!“

    raunte sie ungläubig und ließ das Nackenfell vor Aufregung vibrieren. Direkt über ihnen bildete sich am helllichten Tage, bloß abgedunkelt von den schwarzgrauen Gewitterwolken ein waberndes Nordlicht in rotbraunen, von blauem Dunst durchzogenen Tönen. Fasziniert und beeindruckt von diesem Anblick folgte ihr Blick dem wandernden Nebel, welcher sich in der Ferne sammelte und dort, einige hundert Kilometer entfernt einen hellen Punkt umschloss und schließlich gen Boden sackte. Ungläubig dort hin blickend, die Rute sacht wedelnd lassend, sah sie sich das Geschehen weiter an, fing dann als Übersprunghandlung an zu hecheln und schob die Ohren beiseite. Wieder folgte ein Knall, ein weiteres helles Licht vor dem sie sich zur Seite wegdrehte um nicht geblendet zu werden...und dann....klärte der Himmel binnen Sekunden auf. Die Sonne erschien wieder das feuchte Land und ließ alles hell erglitzern. Die Vögel stimmten ihre Lieder ein...alles schien wie sonst auch. Den Blick wieder vorwerfend, sauste Tyrha schließlich aus dem Höhleneingang, hinauf auf die Wurzeln über sich, auf den Hügel der ihre Höhle beschrieb um einen besseren Überblick zu bekommen. Die Spitze der Welt, der riesige Berg im Innern des Landes, leuchtete an seinem Gipfel in dem selben Ton wie die Nebelschwaden. Was war da passiert?

    [Denkt kurz über die Tuppe nach | reagiert dann auf den Knall]

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    BeitragThema: Re: Kapitel 1: Die Hatz des Lebens   25.06.14 20:18

    Boah war der Kerl nervig. Konnte der denn nicht aufhören, ihn immer und immer wieder blöd von der Seite anzuquatschen? Offenbar nicht, denn er machte immer weiter damit. Das Grinsen und ständige Gegluckse waren ebenso lästig. Vor allem, weil es furchtbar falsch wirkte. So unecht, als müsse er unbedingt furchtbar amüsiert sein, weil alles andere ihn in einen tiefen Abgrund gerissen hätte. Alles was er sagte, sowohl seine angebliche Faszination, als auch der Kommentar zu seiner Größe, gingen in eines von Brandurs Ohren und aus dem anderen wieder hinaus. Nicht wirklich natürlich, aber seine Reaktion fiel erneut genau so aus, als wäre es der Fall gewesen. Vielleicht vergaß der bunte Rüde ja, dass er eben geantwortet hatte, wenn er lang genug nicht reagierte und dachte, er sei taub? Das wäre klasse, dann würde er sich vielleicht seine Mühe sparen, ihn aus der Reserve locken zu wollen.
    Dann berichtete Sareq von einer Krankheit, die er auf seinen Wegen gesehen hatte. Und Brandur glaubte eben jene Krankheit ganz gut zu kennen. Schienen sie doch hinsichtlich dessen, ein ähnliches Schicksal zu teilen. Stygma war ein passendes Beispiel mit ihrer Angst vor ihm. Zu oft hatte man ihm eben jene Reaktion entgegen gebracht, ohne ihn vorher kennen zu lernen. Aber den Grauen hatte es nie im Ansatz gestört. Denn niemand hatte ihn so je zurechtweisen können. Niemand war ihm näher gekommen, als er es erlaubt hätte. Und genau das hatte er auch gewollt. Dies schien beim Bunten nicht der Fall zu sein. Seine Worte ließen durchblicken, dass es ihn zumindest irgendwann einmal belastet hatte, wie andere mit ihm umgesprungen waren.

    Logbrandur spürte Tyrhas Blick auf sich, doch er strafte sie weiter mit Missachtung. Natürlich, es war ihm nicht entgangen dass sie versucht hatte, ihn ins Gespräch einzubinden, aber der Zug war eben abgefahren gewesen. Nun wollte er nicht mehr mit ihr reden. Doch als sie meinte, sie seien ein bunter Haufen, schnaubte der Graue abfällig.

    Ich bin nicht bunt.

    Er war farblos. Natürlich wusste er, wie sie es eigentlich meinte, doch er wollte nicht in der ‚Wir-Form‘ sprechen. Sie waren kein Rudel. Oder vielleicht waren DIE ja eins, aber er distanzierte sich mit seinen Worten erneut sehr klar davon.
    Draußen war Getöse zu hören und ungewöhnliches Licht zu sehen. Es war kein Blitz, wie es bei einem Gewitter ja durchaus der Fall hätte sein können. Es war lang und anhaltend und nach einem ersten Schreck sprang die Fähe auch gleich auf und preschte zum Höhleneingang.
    Vernunft meldete sich zu Wort, dass es vielleicht keine gute Idee war, sich das anzusehen. Stolz wedelte warnend mit einer Faust und diesmal verstummte Vernunft. Hatte wohl aus ihren Fehlern gelernt. Brandur erhob sich, trat leicht versetzt neben Tyrha und bückte sich um besser am Wurzelwerk vorbei sehen zu können. Der Himmel glühte. Der Hüne beobachtete das Schauspiel und sein Blick heftete sich an den höchsten Punkt dieser Ländereien. Vernunft fiel tot um, gestorben an kontinuierlicher Missachtung, als er sich an Tyrha vorbei schob und nach draußen trat. Sie tat es ihm gleich und suchte sich einen Aussichtspunkt. Brandur hingegen setzte sich in Bewegung. Das würde er sich mal ansehen.

    Bei Fenrir. Wenn dass ausgerechnet jetzt Ragnarök ist, wo ich endlich mal ein nettes Revier gefunden habe, beiss ich Fenris höchstpersönlich in den Hintern. Und Hati und Skalli auch...

    murrte er für sich.


    [Denkt | distanziert sich verbal | geht hinaus und Richtung Licht | murrt]
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    Kapitel 1: Die Hatz des Lebens

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